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19.01.2016 - Land
Finanzminister Dr. Thomas Schäfer informiert mit Verbraucherzentrale und Bundesbank zu neuem Zahlungsformat

SEPA (Single Euro Payments Area) – das ist das neue Format für Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen in den 28 EU-Staaten, den weiteren EWR-Ländern Island, Liechtenstein und Norwegen sowie der Schweiz, Monaco und San Marino. Ab dem 1. Februar 2016 gilt auch im Zahlungsverkehr für Verbraucher das SEPA-Verfahren. Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer hat heute gemeinsam mit dem Vorstand der Verbraucherzentrale Hessen e.V., Jutta Gelbrich, und der SEPA-Expertin der Deutschen Bundesbank, Dr. Heike Winter, zum Thema informiert. Darüber hinaus beantwortete der Minister gemeinsam mit den Experten von Verbraucherzentrale und Bundesbank im Rahmen einer Telefonaktion Fragen der Bürgerinnen und Bürger zu SEPA.

Grenzüberschreitende Zahlungen im Europäischen Wirtschaftsraum werden einfacher

„Kontonummer und Bankleitzahl werden endgültig durch das neue Format mit IBAN (International Bank Account Number) und BIC (Business Identifier Code) abgelöst. Das bedeutet für die Verbraucher: Die Banken stellen ab dem 1. Februar ihre Umrechnungsleistungen ein, die bisher noch übergangsweise die Verwendung des alten Formats ermöglichten“, erklärte der Finanzminister. Die einheitliche europäische Zahlungslandschaft umfasst insgesamt 34 Länder. „Die Angleichung des Zahlungsverkehrs bringt Vorteile für alle Bankkunden, da grenzüberschreitende Zahlungen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes zukünftig einfacher werden. Europa wächst also wirtschaftlich ein Stück weiter zusammen“, so Schäfer.

„Das sehen wir auch so“, bestätigt Jutta Gelbrich, Vorstand der Verbraucherzentrale Hessen. „Viele Verbraucher befürchten jedoch, dass die Länge der IBAN zu höheren Fehlerquellen beim Ausfüllen einer Überweisung führt. Ärgerlich wird das, sobald dadurch ein existentes Konto angesprochen wird. Dann wieder an sein Geld zu kommen, ist – wie bisher auch – mit Aufwand verbunden und nicht immer mit Erfolg gekrönt. Hier ist Sorgfalt geboten.“

Verbraucher haben sich weitgehend an neues Format gewöhnt

„Verbraucherinnen und Verbraucher haben sich inzwischen weitgehend an die IBAN gewöhnt. Mittlerweile werden schon weit über 90 Prozent aller Überweisungen mit der IBAN bei den Banken in Auftrag gegeben“, sagte Dr. Heike Winter, Hauptgruppenleiterin in der Deutschen Bundesbank für Strategie und Politik im Massenzahlungsverkehr.

Institutionelle Bankkunden wie Unternehmen, Vereine und öffentliche Verwaltungen hatten ihren Zahlungsverkehr bereits zum 1. August 2014 auf das neue SEPA-Verfahren umgestellt. „Die Hessische Landesregierung hat sich konsequent dafür eingesetzt, dass die Umstellung zu SEPA sowohl für Institutionen als auch für die Verbraucher mit möglichst wenig Aufwand verbunden ist“, betonte Schäfer. Deshalb habe er auf der Bundesebene von Anfang an dafür geworben, den Verbrauchern mehr Zeit zu geben, um sich mit dem neuen Verfahren im Zahlungsverkehr nach und nach vertraut machen zu können. „Dadurch konnten sich die Verbraucher allmählich an den Umgang mit der IBAN gewöhnen. Der BIC ist ab sofort nur noch bei Zahlungen in Länder außerhalb des europäischen Wirtschaftsraumes – also beispielsweise der Schweiz – erforderlich“, sagte der Finanzminister.

Keine Unterschiede zwischen nationalen und grenzüberschreitenden bargeldlosen Zahlungen

Die von der EU-Kommission initiierte Vereinheitlichung des Zahlungsverkehrs sei ein weiterer Meilenstein hin zu einem gemeinsamen europäischen Binnenmarkt, so der Minister. Die Einführung einheitlicher Überweisungs- und Lastschriftstandards in der EU sei ferner ein logischer nächster Schritt nach der Einführung des Euro. „Für die Bankkunden bedeutet SEPA, dass innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes keine Unterschiede mehr zwischen nationalen und grenzüberschreitenden bargeldlosen Zahlungen hinsichtlich der Abwicklung und Kosten bestehen werden. Das ist ein echter Fortschritt für uns alle“, hob der Minister zum Abschluss hervor.

Themengebiet: Finanzen