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14.01.2016 - Land
Justizministerin Eva Kühne-Hörmann begrüßt Dr. Michael Bolowich als neuen Leiter der Staatsanwaltschaft Gießen

Justizministerin Eva Kühne-Hörmann hat heute Dr. Michael Bolowich als neuen Leiter der Staatsanwaltschaft Gießen offiziell in sein Amt eingeführt. Zuvor war er Leiter der Staatsanwaltschaft Fulda. Sein Vorgänger im Amt, Erick Kern Manges, ist im vergangenen Jahr in den Ruhestand eingetreten.

Fast vier Jahrzehnte in der hessischen Justiz

„Sehr geehrter Herr Manges, Sie haben die Staatsanwaltschaft Gießen fünf Jahre lang geführt und Sie haben ein hervorragend bestelltes Haus hinterlassen. In den fast vier Jahrzehnten, in denen Sie in der hessischen Justiz tätig waren, haben Sie vielfältige Funktionen übernommen. Neben Verwendungen als Staatsanwalt in Darmstadt und bei der Generalstaatsanwaltschaft waren Sie zur Aufbauhilfe der Generalstaatsanwaltschaft in Erfurt abgeordnet und wechselten nach Stationen im Hessischen Ministerium der Justiz sowie der Staatsanwaltschaft in Frankfurt im Jahr 2010 als Leitender Oberstaatsanwalt nach Gießen. Für Ihre geleistete Arbeit danke ich Ihnen und wünsche Ihnen, dass Sie den Ruhestand genießen können“, so die Justizministerin. 

Der richtige Mann

„Mit Ihnen, Herr Dr. Bolowich, wird nicht nur ein sehr erfahrender Staatsanwalt, sondern auch ein hervorragend bewährter Behördenleiter Chef einer der größten Staatsanwaltschaften Hessens. Sie sind der richtige Mann für diese Aufgabe. Seit fast zwei Jahrzehnten sind Sie bereits als Staatsanwalt tätig. In den letzten Jahren haben Sie bereits die Staatsanwaltschaft in Fulda geführt“, so die Justizministerin anlässlich der Amtswechselfeier.  

Die Staatsanwaltschaft

„Die Staatsanwaltschaften üben eine wichtige Funktion in unserem Rechtsstaat aus, denn sie führen die strafrechtlichen Ermittlungsverfahren und tragen dafür Sorge, dass Straftaten mit rechtsstaatlichen Mitteln aufgeklärt werden. Dabei sind sie nicht nur darauf angewiesen, dass die Politik schnell und angemessen auf gesellschaftliche Entwicklungen, etwa der Internetkriminalität reagiert und entsprechende Strafnormen erlässt, sondern auch darauf, dass Sachverhalte und Täter von Geschehnissen, wie denen in der Silvesternacht in Köln und anderswo ermittelt und aufgeklärt werden können“, so die Justizministerin.

„Die Staatsanwaltschaft Gießen ist dabei in vielerlei Hinsicht eine sehr spannende Aufgabe. Nicht nur die örtliche Zuständigkeit für Straftaten im Umfeld der dortigen Erstaufnahmeeinrichtungen für Asylsuchende ist gegeben, sondern in Gießen hat auch die bei der Generalstaatsanwaltschaft angesiedelte Zentralstelle für Internetkriminalität (ZIT) ihren Sitz. Diese bearbeitet Verfahren aus dem Bereich der Internetkriminalität“, so die Ministerin, die darauf hinwies, dass die hessische Bundesratsinitiative zur Einführung der Strafbarkeit der Datenhehlerei seit Ende letzten Jahres ins Strafgesetzbuch aufgenommen worden ist.

An Dr. Michael Bolowich gerichtet: „Mit der Staatsanwaltschaft Gießen übernehmen Sie Verantwortung für derzeit 25 Staatsanwältinnen und Staatsanwälte, elf Amtsanwältinnen und Amtsanwälte sowie 85 weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In Gießen sind Sie kein Unbekannter. Sie waren dort bereits einige Jahre als Oberstaatsanwalt und ständiger Vertreter des Leiters der Staatsanwaltschaft tätig. Sie kennen ‚Land und Leute‘, was Ihnen den Start in die neue Aufgabe sicherlich erleichtern wird. Für die neue Funktion wünsche ich Ihnen viel Erfolg und immer das richtige Fingerspitzengefühl. Da ich weiß, dass Sie ein leidenschaftlicher Musiker sind, wünsche ich Ihnen aber auch, dass Sie ab und zu noch die Zeit finden, dieser Leidenschaft nachzugehen“, so die Justizministerin.  

Die Staatsanwaltschaft Gießen ist für die Bearbeitung aller Strafsachen im Landgerichtsbezirk Gießen zuständig. Dieser umfasst neben der Stadt Gießen selbst den Landkreis Gießen, den Wetteraukreis und den Vogelsbergkreis mit den Amtsgerichtsbezirken Alsfeld (einschließlich Außenstelle AG Lauterbach), Büdingen, Friedberg, Gießen und Nidda.

Dr. Michael Bolowich wurde am 13. September 1965 in Bad Homburg v.d. Höhe geboren. Nach dem Abitur begann er 1985 das Studium der Rechtswissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main.

1991 legte er sein erstes juristisches Staatsexamen ab. Seinen Vorbereitungsdienst im Landgerichtsbezirk Frankfurt am Main begann er im November 1993. Im Jahr 1994 erfolgte die Promotion mit dem Dissertationsthema „Urheberschaft und reflexives Verständnis. Untersuchungen zur Grundlage einer strafrechtlichen Beteiligungslehre“.Sein zweites juristisches Staatsexamen legte er im April 1996 ab.

Im Jahr 1996 wurde er zum Richter auf Probe bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main berufen und im April 1999 zum Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main ernannt. Im Jahr 2000 folgte eine Abordnung an das Hessische Ministerium der Justiz, wo er als Referent in der Strafrechtsabteilung eingesetzt war. Im Dezember 2003 folgte eine weitere Abordnung an die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main. Im April 2005 erfolgte die Ernennung zum Oberstaatsanwalt und im Jahr 2009 die Ernennung zum Oberstaatsanwalt als Abteilungsleiter und stellvertretenden Leiter der Staatsanwaltschaft Gießen.

Am 9. Januar 2013 wurde er zum Leitenden Oberstaatsanwalt als Leiter der Staatsanwaltschaft Fulda gem. § 19 a HBG im Beamtenverhältnis auf Probe ernannt; am 5. Februar 2014 folgte die Übertragung des Amtes des Leitenden Oberstaatsanwalts auf Lebenszeit.

Mit Wirkung vom 23. September 2015 wurde er zum neuen Leiter der Staatsanwaltschaft Gießen ernannt.

Erick Kern Manges wurde am 14. September 1949  in Schuylkill, Pennsylvania (USA) geboren. Das Abitur legte er in Bad Homburg ab und studierte Rechtswissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main.

1978 legte er sein 1. Juristisches Staatsexamen ab. Nach dem 2. juristischen Staatsexamen 1980 wurde er im folgenden Jahr zunächst Richter auf Probe bei der Staatsanwaltschaft in Darmstadt. Ab 1984 wurde Erick Kern Manges Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Darmstadt und ins Beamtenverhältnis auf Lebenszeit übernommen.

Im Rahmen der Aufbauhilfe für Thüringen war er in den 1990er-Jahren für die Generalstaatsanwaltschaft Erfurt und in Abordnung bei der Staatsanwaltschaft am Landgericht Mühlhausen tätig. Er übernahm es, die EDV bei den Thüringischen Staatsanwaltschaften einzurichten. In Mühlhausen baute er die Schwerpunktabteilung für Wirtschaftsstrafrecht auf. Die nächsten Stationen waren Abordnungen (1995 und 1997 bis 1998) an die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt am Main. Von 1998 an war Erick Kern Manges als Oberstaatsanwalt als Dezernent bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main tätig. In dieser Zeit gab es Abordnungen an das Hessische Ministerium der Justiz und an die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main zur Wahrnehmung der Aufgaben des ständigen Vertreters des Leitenden Oberstaatsanwalts.

Im Februar 2010 wurde Erick Kern Manges zum Leitenden Oberstaatsanwalt als Leiter der Staatsanwaltschaft Gießen ernannt. Zum 1. Januar 2015 trat Erick Kern Manges nach Erreichen der Altersgrenze in den Ruhestand.

Themengebiet: Justiz, Strafvollzug