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13.01.2016 - Land
Justizministerin Eva Kühne-Hörmann: Dank an Rudi Nebe, Leiter der JVA Kassel II, für seine engagierte und zuverlässige langjährige Tätigkeit im hessischen Justizvollzug

Justizministerin Eva Kühne-Hörmann übergab heute dem Leiter der JVA Kassel II, Rudi Nebe, seine Ruhestandsurkunde. Damit tritt er nach gut 35 Dienstjahren in der hessischen Justiz mit Ablauf des 31. Januar 2016 in den Ruhestand. Er war seit 1. November 2011 Leiter der Justizvollzugsanstalt Kassel II – Sozialtherapeutische Anstalt -.

„Die Leitung der Sozialtherapeutischen Anstalt ist wohl eine der aufreibendsten Tätigkeiten, die der hessische Strafvollzug zu bieten hat und Sie haben diese Aufgabe mit Leidenschaft, Umsicht und einer großen Portion Lebenserfahrung hervorragend gemeistert. Sie haben einen sehr interessanten beruflichen Werdegang hinter sich. Nach einer handwerklichen Ausbildung haben Sie im zweiten Bildungsweg ein Studium der Psychologie an der Philipps-Universität Marburg aufgenommen und sind seitdem in der Sozialtherapeutischen Anstalt in Kassel tätig“, so die Justizministerin bei der Übergabe der Ruhestandsurkunde.

Psychologe und Sexualtherapeut

Die Sozialtherapeutische Anstalt ist eine Anstalt der höchsten Sicherheitsstufe und dient der Unterbringung von männlichen Sexualstraftätern, bei denen eine Sozialtherapie angezeigt ist.

„Diese Therapien haben vor allem dem Zweck, auf rückfallgefährdete Personen einzuwirken, um weitere Straftaten nach einer Haftentlassung zu verhindern. Dabei hat man es von Berufs wegen mit einer sehr schwierigen Klientel zu tun, bei denen die Schicksale der Opfer oft unter die Haut gehen. Hier konnten wir uns stets auf Ihre fundierte und breit angelegte Ausbildung und Einschätzung als Psychologe und Sexualtherapeut verlassen“, so Eva Kühne-Hörmann.  

„Die Arbeit im Justizvollzug ist geprägt vom steten Sicherheitsdenken; man erlebt aber auch menschliche Schicksale und Erlebnisse. Es ist deshalb eine besondere Herausforderung für jede einzelne Mitarbeiterin und jeden einzelnen Mitarbeiter, Tag für Tag nicht nur gewissenhaft seine Arbeit zu erledigen, sondern auch auf die Inhaftierten einzugehen. Als Leiter der Sozialtherapeutischen Anstalt haben Sie deshalb auch immer die Situation der Bediensteten im Blick gehabt“, so die Justizministerin. 

Justizministerin Eva Kühne-Hörmann würdigte Rudi Nebe als einen umsichtigen, pflichtbewussten Behördenleiter mit großem Organisationstalent. „Sie haben die JVA Kassel II mit  großer fachlicher Kompetenz, der notwendigen Bestimmtheit, aber auch mit dem nötigen Fingerspitzengefühl geleitet“, so Eva Kühne-Hörmann die fortfuhr: „Für Ihre engagierte und zuverlässige langjährige Tätigkeit im hessischen Justizvollzug möchte ich Ihnen herzlich danken und wünsche Ihnen für die Zeit im Ruhestand alles Gute.“

Über Rudi Nebe

Rudi Nebe wurde am 27. September 1950 in Kassel geboren, er ist verheiratet und hat eine Tochter. Nach der Schulausbildung und einer Ausbildung im handwerklichen Bereich erwarb er 1972 die Fachschulreife an der Max-Eyth-Schule in Kassel und 1975 am Hessenkolleg Kassel die Hochschulreife. Im zweiten Bildungsweg hat Herr Nebe von 1975 bis 1980 das Studium der Psychologie an der Philipps-Universität Marburg absolviert.
1981 begann er seine Tätigkeit als Anstaltspsychologe bei der Justizvollzugsanstalt Kassel II –Sozialtherapeutische Anstalt -. Die Ernennung zum Psychologierat z.A. erfolgte im November 1984.
Von November 1987 bis November 1988 absolvierte Rudi Nebe eine Zusatzausbildung zum Sexualtherapeut.
Im Juli 1994 wurde er zum Psychologieoberrat ernannt und im gleichen Jahr zum Leiter des psychologischen Dienstes der Justizvollzugsanstalt Kassel II – Sozialtherapeutische Anstalt -sowie als Vertreter des therapeutischen Anstaltsleiters. 1995 wurde er weiterer Vertreter des therapeutischen Leiters der Justizvollzuganstalt Kassel II – Sozialtherapeutische Anstalt -.
Am 1. Januar 1999 erhielt Rudi Nebe die Approbation als psychologischer Psychotherapeut.
Im Jahr 2003 erfolgte die Bestellung zum weiteren Vertreter der Anstaltsleitung der Justizvollzugsanstalt Kassel II – Sozialtherapeutische Anstalt -.
Ab 2006 hat er die Arbeit im kriminologischen Dienst des hessischen Justizvollzugs mitgestaltet.
Die Ernennung zum Psychologiedirektor erfolgte am 5. April 2007, die Bestellung zum Vertreter der Anstaltsleitung der Justizvollzugsanstalt Kassel II – Sozialtherapeutische Anstalt – am 8. April 2010.
Von August 2011 bis Mai 2011 war Rudi Nebe an das Hessische Ministerium der Justiz, für Integration und Europa als Referatsleiter IV/B2 abgeordnet. Die Bestellung zum Anstaltsleiter der Justizvollzugsanstalt Kassel II – Sozialtherapeutische Anstalt – erfolgte zum 1. November 2011.
Herr Nebe tritt zum 31. Januar 2016 mit Erreichen der Altersgrenze in den Ruhestand.

Themengebiet: Verabschiedung