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23.12.2015 - Gemeinde/ Stadt
Justizministerin Eva Kühne-Hörmann und EKHN-Kirchenpräsident Dr. Volker Jung besuchen JVA in Frankfurt

Die Weihnachtstage sind immer ganz besondere Tage im Jahr. Tage, in denen die meisten Menschen im Kreise ihrer Familien Ruhe und Geborgenheit suchen, Tage der Vorbereitung, der Besinnlichkeit und der Familie. Es sind Momente, in denen das hektische Leben etwas innehält und eine Verschnaufpause einlegt.

Eva Kühne-Hörmann: „Dank für 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr Dienst für die Sicherheit“

Viele Menschen können aber keine solche Verschnaufpause einlegen. Dazu gehören Menschen die in Krankenhäusern, in der Pflege oder bei der Polizei arbeiten; dazu gehören aber auch die rund 3.000 Bediensteten der 16 hessischen Justizvollzugsanstalten. „Ihre Arbeit im Vollzug ist ein 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr Dienst für die Sicherheit. Sie arbeiten auch an Sonn- und Feiertagen, damit andere Menschen in Frieden und Sicherheit leben können. Dafür danke ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im hessischen Strafvollzug.“, so Eva Kühne-Hörmann anlässlich ihres traditionellen Weihnachtsbesuches in einer Justizvollzugsanstalt, der diesmal in der JVA Frankfurt I stattfindet.

„Die Arbeit im Justizvollzug ist geprägt vom steten Sicherheitsdenken; man erlebt aber auch menschliche Schicksale und Erlebnisse. Es ist deshalb eine besondere Herausforderung für jede einzelne Mitarbeiterin und jeden einzelnen Mitarbeiter, Tag für Tag nicht nur gewissenhaft seine Arbeit zu erledigen, sondern auch auf die Inhaftierten einzugehen und ihnen ein Stück Hoffnung auf ein normales Leben nach der Haft zu geben“, so die Justizministerin.

„Auch für die Inhaftierten ist die Weihnachtszeit nicht leicht. Getrennt von den Familien, sind dies Momente, an denen man den Entzug der Freiheit besonders spürt. Die Strafhaft steht oft am Ende einer verhängnisvollen Entwicklung. Wir wollen nicht, dass der Strafvollzug die Endstation dieser Lebenswege ist, sondern wir wollen der Wendepunkt sein. In den neuen Vollzugsgesetzen haben wir deshalb das Ziel der Resozialisierung verankert. Ein wichtiger Baustein der Resozialisierung ist zum Beispiel, dass familiäre und freundschaftliche Bindungen zur Außenwelt nicht abreißen. Freunde und die Familie sind oft die einzige Anlaufstation nach der Haft. Um diese Verbindungen zu stärken, werden wir deshalb die Telefonzeiten für die Inhaftierten verlängern. Ab dem 01.02.2016 erhalten alle Straf- und Untersuchungsgefangene in den hessischen Justizvollzugsanstalten im Rahmen einer Erhöhung der monatlichen Telefonzeit um 60 Minuten die Möglichkeit, regelmäßig bis zu 120 Minuten pro Monat zu telefonieren.“, so die Justizministerin. 

Dr. Volker Jung: „Seelsorge in der JVA ist Herzens-Sprache der Kirche“

Begleitet wird die Justizministerin in diesem Jahr vom Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Dr. Volker Jung. „Die Seelsorge in der JVA ist Herzens-Sprache der Kirche, die allen Menschen zusteht“, so Dr. Jung, der fortfuhr: „Ziel ist es, Hilfesuchende durch alle Höhen und Tiefen und in den Grenzsituationen des Lebens zu begleiten. Die Gefängnisseelsorge erfüllt hierbei eine wichtige Funktion für alle Insassen, aber auch die Bediensteten. Sie ist auch ein Beitrag zur Menschlichkeit im Strafvollzug.“

„Besonders für Gefangene ist Weihnachten eine sehr schwere Zeit, weil sie die Menschen besonders schmerzlich vermissen, die ihnen nahe sind“, so Dr. Jung in seiner Predigt, in der er vor Gefangenen auch daran erinnert, dass die Weihnachtsgeschichte zeigt, dass Gott „gerade in den dunklen und schweren Zeiten des Lebens nah bleibt“. Zudem gehe von ihr eine besondere Friedensbotschaft aus. Sie kann dazu beitragen, „dass wir Gott um Vergebung von Schuld und Orientierung für unser Leben bitten können“. Den Inhaftierten wünscht er  zudem, dass sie an den für sie persönlich oft besonders emotional schwierigen Feiertagen in der Weihnachtsbotschaft „Kraft, Halt und Frieden finden können“. 

Zur JVA Frankfurt am Main I

Die JVA Frankfurt am Main I ist die modernste Vollzugsanstalt in Hessen. Sie wurde nach einem vollständigen Neubau Mitte 2011 in Betrieb genommen. Die Anstalt verfügt über 508 Haftplätze für erwachsene männliche Untersuchungsgefangene (aus den Landgerichtsbezirken Frankfurt am Main, Wiesbaden und Hanau sowie teilweise Darmstadt), 56 Haftplätze in einer Transportabteilung und 33 Plätze im medizinischen Zentrum. Sie war Mitte Dezember 2015 mit rund 550 Gefangenen belegt, die von 272 Bediensteten sowie 25 Anwärtern/-innen bewacht und betreut werden. Es handelt sich um eine Anstalt höchster Sicherheitsstufe mit neuster Sicherheitstechnik.

Auf dem Speiseplan steht für den Heiligen Abend im Übrigen Rindswurst mit Kartoffelsalat.

Themengebiet: Justiz, Menschen