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21.12.2015 - Land
Sozialminister Stefan Grüttner: Wir konnten alle Flüchtlinge in Hessen von Zelten in winterfeste Unterkünfte umziehen

Anlässlich der großen Herausforderung der Unterbringung von aktuell etwa 24.000 Flüchtlingen alleine in Hessens Erstaufnahmeeinrichtungen und mindestens 70.000 Erstantragstellern bis Ende des Jahres sagte der Hessische Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner, mit Blick auf die Winterfestigkeit der Unterkünfte am Montag im Hessischen Landtag in Wiesbaden: „Wir haben mit dem heutigen Tag, wie zugesagt, unser Ziel erreicht: wir konnten alle Flüchtlinge in Hessen von Zelten in winterfeste Unterkünfte umziehen! Das war eine Riesenleistung aller Beteiligten. Noch im Oktober haben 7.500 Menschen in Zelten gelebt, Anfang Dezember waren es noch über 3.000. Stand heute sind alle in winterfesten Unterkünften", stellte Grüttner dar. Trotz der sehr hohen Flüchtlingszahlen habe Hessen der gemeinsamen humanitären Verpflichtung nachkommen und den Menschen, die vor Krieg, Gewalt und Elend Schutz suchten, eine winterfeste Unterkunft anbieten können. In Kassel-Calden gebe es eine Ausnahme, weil dort ca. 35 Personen den Umzug vom Zelt in die modernen, winterfesten Leichtbauhallen ablehnten und weiterhin in ihrem bisherigen beheizten Zelt bleiben möchten. "Die in Landesverantwortung belegten Zelte sind zu Beginn des kalendarischen Winters geräumt, alle Flüchtlinge in Hessen haben ein festes Dach über dem Kopf“, so der Minister. Grüttner betonte, dass es angesichts der hohen Zugangszahlen oberste Priorität gewesen sei, Obdachlosigkeit zu vermeiden. "Auch das ist uns gelungen. In Hessen gab es keine Bilder von Flüchtlingen, die auf der Straße leben mussten."

Auch die aktuell durchschnittlich 500 Flüchtlinge, die pro Tag neu in Hessen eintreffen, könnten in feste Unterkünfte einziehen. "Diese hervorragende Leistung ist nur dadurch möglich geworden, weil alle Beteiligten an einem Strang gezogen haben und ein unglaubliches Engagement bei der Herrichtung der Unterkünfte und der Betreuung der zu uns kommenden Menschen an den Tag gelegt haben“, betonte Grüttner.

Seit September 30 neue Standorte 

Fast 90 Prozent der Flüchtlingsunterkünfte bestehen aus festen Liegenschaften wie Kasernen, Gebäuden und Hallen; ein geringer Anteil besteht aus Holzhäusern, Containern und Leichtbauhallen. Seit September des Jahres wurden in Hessen über 30 neue Standorte für die Aufnahme der Flüchtlinge geschaffen.

Der eingeschlagene Kurs werde auch 2016 weitergeführt. Zu Beginn des neuen Jahres werden weitere Unterkünfte belegt, wie zum Beispiel das ehemalige Ausbildungszentrum der Deutschen Bank in Kronberg, die ehemalige Odenwaldklinik in Bad König und die Ray Barracks in Friedberg.

Neben der Registrierung und Unterbringung der Flüchtlinge ist eine der ganz wichtigen Aufgaben die medizinische Versorgung und Betreuung. Auch in diesem Bereich ist Hessen gut aufgestellt. Durch die mobilen Ärzteteams, die durch die Malteser koordiniert werden, kann eine Erstuntersuchung zeitnah nach Ankunft der Menschen sichergestellt werden. Impfangebote werden gemacht und in hohem Maß (Impfquote bei Erstuntersuchung bei 80 Prozent) auch angenommen.

"Wir haben in diesem Jahr außerordentliches geleistet in Hessen. Aber es wird auch noch viel zu tun sein, um weitere Menschen in 2016 unterzubringen und alle in der Folge gut in unser Gemeinwesen zu integrieren", so Grüttner.

Abschließend sprach der Minister allen Helferinnen und Helfern seinen Dank für unermüdliches Engagement aus, sowohl von Organisationen wie dem THW, den freiwilligen und Berufsfeuerwehren, den Johannitern, Maltesern u.v.m sowie den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der öffentlichen Verwaltung und in den Regierungspräsidien.

„Sie alle haben Anteil daran, dass sich Hessen tolerant, herzlich und solidarisch präsentiert. Dafür danke ich allen von Herzen“, so Grüttner.

Themengebiet: Soziales, Flüchtlinge