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10.12.2015 - Land
Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz: Chancen für den Einsatz interaktiver Medien im Schulunterricht

Auf Initiative von Schuldezernentin Rose-Lore Scholz nahm am Donnerstag, 10. Dezember 2015, Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz die Möglichkeit wahr, sich in der Wiesbadener Bodelschwingh-Schule ein Bild von den Chancen zu machen, die der Einsatz interaktiver Medien für den Unterricht bietet.

Gleicher Tag, gleicher Ort, gleiches Thema: Vor genau einem Jahr fand, auch in der Biebricher Förderschule mit dem Schwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung, eine Veranstaltung im Rahmen der öffentlichen Themenreihe Modellregion Inklusive Bildung statt. Sowohl im Dezember 2014, damals mit Lehr- und anderen Fachkräften, die sich austauschten, als auch beim Besuch der beiden Politiker diese Woche, standen die positiven Erfahrungen des Einsatzes von Tablets im Vordergrund. „Ich bin beeindruckt, wie interaktive Medien, nach didaktisch-pädagogischen Erkenntnissen eingesetzt, es erleichtern, jedes Kind im Klassenraum passgenau zu fordern und somit auch optimal  zu fördern“, so Kultusminister Lorz. Stadträtin Scholz ihrerseits unterstreicht, dass alle Schülerinnen und Schüler von Tablet-gestütztem selbstgesteuerten Lernen profitieren und dies nachweislich für alle Schulformen und Lernsettings sinnvoll ist. Sie verweist darauf, dass im Schuljahr 2013/14 der Einsatz von vorkonfigurierten Tablets zuerst an Wiesbadener Gymnasien getestet wurde, mit guten Ergebnissen. Zum Schuljahr 2014/15 wurde das Tablet-Projekt dann an fünf Grundschulen und zwei Förderschulen in Wiesbaden eingeführt. Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte erleben Tablets als einfach zu bedienende, hochverfügbare Medien mit vielfältigen Nutzungsoptionen, von der puren Information über Kommunikation und Produktion von schulischen Erzeugnissen bis hin zur Präsentation. Während in der Projektphase jeweils vom Medienzentrum Wiesbaden e.V. angeschaffte Geräte in doppelter Klassenstärke an die Schulen verliehen wurden, haben nun alle Projektschulen im Rahmen ihrer Medienausstattung durch den Schulträger oder über eigene Mittel Tablets angeschafft, so dass die im Projekt gemachten Erfahrungen ab diesem Schuljahr in den Regelbetrieb einfließen.

Schule der ersten Stunde

Die Bodelschwingh-Schule als eine „Schule der ersten Stunde“ setzt die Tablets inzwischen selbstverständlich und gezielt im Unterricht ein. Gerade Kindern mit körperlicher/motorischer Beeinträchtigung kommt der Einsatz dieses Mediums in vielfältiger Weise zugute. Beim Besuch konnten sich die Besucher überzeugen, dass dies in den verschiedensten Unterrichtsbereichen funktioniert:

  • Nutzung der iPads im Projektorientierten Unterricht mit Schülern des Förderschwerpunkts geistige Entwicklung: Dokumentation des inklusiven Projekts „Wiesbaden kocht“
  • iPads als Medium im handlungsorientierten Literaturunterricht in einer Klasse mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung.
  • iPads im naturwissenschaftlichen Unterricht zielgleich unterrichteter Schüler: kreativ – ästhetische Zugangsweisen im Rahmen der Kulturschule

Im Hinblick auf die Modellregion Inklusive Bildung in Wiesbaden betonen Scholz und Lorz, dass sie auf dieses Projekt besonders stolz seien. Abgesehen vom unmittelbaren Nutzen für die Schülerinnen und Schüler erfolge anhand dieses Projekts ein besonderer Wissenstransfer die Einsatzmöglichkeiten der Tablets betreffend. So besuchen interessierte Lehrkräfte nicht nur entsprechende Fortbildungsveranstaltungen, sondern tauschen sich auch darüber hinaus in einer festen Projektgruppe über Unterrichtsszenarien aus und bilden ihre eigenen Kollegien fort. „Und ganz nebenher werden neue Ansätze zum Umgang mit Heterogenität im Klassenzimmer diskutiert, ein Austausch zwischen Regel- und Förderschullehrkräften über Binnendifferenzierung und individuelle Förderung entsteht“, so beide abschließend.

Themengebiet: Bildung, Medien