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03.12.2015 - Europa
Europaministerin Lucia Puttrich überreicht Verdienstorden an drei engagierte Hessen

Die hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Bevollmächtigte des Landes beim Bund, Staatsministerin Lucia Puttrich, hat heute aus Anlass des Internationalen Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Barbara Karla Elisabeth Kröger aus Lich, Helga Matthiessen aus Frankfurt und Hans-Dieter Homberg aus Friedrichsdorf überreicht. „Alle drei haben sich mit viel Herzblut und Leidenschaft für andere Menschen eingesetzt. Unsere Gesellschaft lebt davon, dass sich Menschen ehrenamtlich engagieren. Diese Personen dienen anderen als Orientierungspunkt, als Leitfigur, als Vorbild“, so Puttrich. „Ich freue mich, dass ich heute drei engagierten Hessen für ihr langjähriges ehrenamtliches Wirken mit dem vom Bundespräsidenten verliehen Verdienstkreuz am Bande auszeichnen darf“, sagte die Ministerin im Rahmen einer Feierstunde in der Hessischen Staatskanzlei Wiesbaden.

Die 69-jährige Barbara Karla Elisabeth Kröger wurde für ihr langjähriges Engagement in der Kommunalpolitik in Lich und ihren ehrenamtlichen Einsatz in der katholischen Pfarrgemeinde St. Paulus Kirche ausgezeichnet. Frau Kröger ist seit 1997 im Magistrat der Stadt Lich als ehrenamtliche Stadträtin tätig. In der Zeit von Januar 2006 bis Januar 2008 führte sie als erste Stadträtin in Vertretung des schwer erkrankten Bürgermeisters Ludwig Seibold die Geschicke der Stadt. Zudem gehört Frau Kröger seit mehr als drei Jahrzehnten dem CDU-Ortsverband Lich an, dessen stellvertretende Vorsitzende sie zwölf Jahre lang war. Ebenso engagiert sie sich seit 1992 im Vorstand der Frauen-Union des Kreises Gießen. 2009 wurde Frau Körger bereits mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet. „Demokratie lebt vom Ehrenamt. In Lich tragen in ganz besonderem Maß dazu bei, die Stadt lebenswert zu machen“, so Staatsministerin Puttrich.

Über 40 Jahre lang hat sich Helga Stine Matthiessen in verschiedenen Funktionen für den „Mutter-Kind-Heim Preungesheim e.V.“ ehrenamtlich engagiert und sich insbesondere für Frauen mit Kindern in der Justizvollzugsanstalt Frankfurt am Main III eingesetzt. Die 82-Jährige Frankfurterin war stets die Lobbyistin der Mütter. Nicht zuletzt durch ihren Einsatz finanzierte der Verein Fortbildungen, Supervisionen und allgemeine Bildungsmaßnahmen für die Erziehungskräfte, leistete einen wesentlichen Beitrag zur Ausgestaltung der Räume und des Kinderspielplatzes. „Sie hat mit ihrem steten und unermüdlichen Einsatz, intensiven Bemühungen, Optimismus, ihrer Herzlichkeit und ihrem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit wesentlich dazu beigetragen, dass der Verein Mutter-Kind-Heim-Preungesheim seine wichtige sozialpolitische Funktion im Zusammenspiel mit der Anstaltsleitung, sozialen Organisationen sowie Behörden wahrnehmen konnte“, so Ministerin Puttrich.

Seit der Gründung im Jahre 1993 hat sich Hans-Peter Homberg für die „Kronberg Academy“ eingesetzt, da ihm die Entwicklung junger Künstler sowie die Verbindung und Verständigung der Künstler aus verschiedenen Nationen und Generationen ein besonderes Anliegen ist. Der 68-Jährige Friedrichsdorfer ist auch im sozialen Bereich stark engagiert. Seit Gründung der Stiftung Lebenshilfe Main-Taunus im Jahre 2003 ist Herr Homberg Kuratoriumsvorsitzender und setzt sich erfolgreich für Kinder, Jugendliche und erwachsene Menschen mit Behinderung im Main-Taunus-Kreis ein. Auch im  Rind’sche Bürgerstift, einem Senioren- und Pflegeheim, ist Herr Homberg aktiv und seit 1993 Vorstandsvorsitzender der Stiftung. „Hans-Peter Homberg setzt sich seit vielen Jahren mit großem persönlichem Einsatz für seine Mitmenschen ein. Er zeigt eine herausragende soziale Einstellung und übernimmt eine Vorbildfunktion. Sein berufliche Expertise hat er im Ehrenamt zum Wohle anderer eingesetzt und dabei Herausragendes geleistet“, sagte Staatsministerin Puttrich.

„Eine Verleihung wie heute zeigt, auf welch vielfältige Art und Weise sich Menschen für das Gemeinwesen einsetzen. Ich danke Ihnen allen für Ihren besonderen Einsatz und freue mich sehr, dass ich Ihnen heute diese Auszeichnung für Ihr bemerkenswertes ehrenamtliches Engagement überreichen darf“, so Puttrich in ihrer Laudatio.

Informationen zu den Geehrten:

Frau Kröger absolvierte eine Ausbildung zur Kindergärtnerin. In diesem Beruf war sie bis 1969 tätig und übernahm dann die Leitung von Kindergärten in Bad Pyrmont und später in Hannover. Sie ist verheiratet und hat drei Kinder.

Frau Kröger war zunächst von 1989 bis 1991 Mitglied der Stadtverordnetenversammlung von Lich, bevor sie seit 1997 als ehrenamtliche Stadträtin tätig wurde. Davon war sie auch sieben Jahre lang Erste Stadträtin und vertrat von 2006 bis 2008 den zu dieser Zeit erkrankten Bürgermeister.

Zudem gehört Frau Kröger seit mehr als drei Jahrzehnten dem Ortsverband Lich der CDU an, dessen Stellvertretende Vorsitzende sie zwölf Jahre lang war. Ebenso gehört sie der Frauen-Union des Kreises Gießen an und ist dort seit 1992 als Beisitzerin im Vorstand tätig.

Über 20 Jahre lang fungierte Frau Kröger als Mitglied des Pfarrgemeinderates der Katholischen Pfarrgemeinde St. Paulus Kirche in Lich. In der Zeit von 1995 bis 2003 hatte sie im Pfarrgemeinderat das Amt der Vorsitzenden inne. Darüber hinaus war sie Mitglied im Pfarrverband und Dekanatsrat, langjährige Lektorin sowie Kommunionshelferin.

Seit der Gründung im Jahre 2008 gehört Frau Kröger dem Vorstand des Fördervereins der Stadtbibliothek Lich als Beisitzerin an. Weiterhin vertritt sie seit acht Jahren die Stadt Lich im Beirat der Ernst-Ludwig-Chambré-Stiftung zu Lich.

Beim Amtsgericht Gießen war Frau Kröger von 1989 bis 1992 als Jugendhauptschöffin und von 2005 an drei Jahre lang als Hauptschöffin tätig. Auch beim Landgericht Gießen wirkte sie in dieser Funktion in der Zeit von 1997 bis 2004 und dann wieder von 2009 bis 2013.

Frau Matthiessen war beruflich als Handelskauffrau tätig. Als Mutter von drei Kindern hat sie sich insbesondere für Frauen mit Kindern in der Justizvollzugsanstalt Frankfurt am Main III eingesetzt. Die Idee der damaligen Anstaltsleiterin, eine vom Vollzug räumlich getrennte Mutter-Kind-Einrichtung zu schaffen, wurde mit Hilfe einer 1969 gegründeten Bürgerinitiative, aus der später der Verein „Mutter-Kind-Heim Preungesheim e.V.“ hervorging, verwirklicht und fortentwickelt. Es handelte sich dabei um die deutschlandweit erste Einrichtung dieser Art.

Nach Frankfurter Vorbild wurden nach und nach in fast allen deutschen Frauengefängnissen ähnliche Abteilungen eingerichtet. Unter Mitwirkung von Frau Matthiessen gelang ein bundesweiter Zusammenschluss dieser Einrichtungen mit jährlichen Tagungen für Erfahrungsaustausche über neue wissenschaftliche Erkenntnisse, Strategien und gemeinsame Ziele. Mehrmals war die JVA Frankfurt unter der Organisation von Frau Matthiessen Gastgeber dieser Zusammenkünfte.

Seit 1975 war Frau Matthiessen ehrenamtlich im Vorstand des „Mutter-Kind-Heim Preungesheim e.V.“ tätig, zunächst als langjährige Kassiererin, später als Revisorin, stellvertretende Vorsitzende und von 2005 bis 2010 als Vorsitzende (2005 bis 2010). Bereits mit der vorhergehenden Vorsitzenden bildete sie über drei Jahrzehnte ein hochengagiertes Team, das dem auf Spenden angewiesenen Verein nach innen und außen Geltung verschaffte. Damit hat sie über einen Zeitraum von mehr als 40 Jahren, bis zu ihrem gesundheitsbedingten Ausscheiden im Jahre 2012, durch ihre Verwaltungsarbeit und Finanzwirtschaft sowie durch Öffentlichkeitsarbeit den Verein erfolgreich gepflegt.

Frau Matthiessen besuchte regelmäßig die Frauen mit ihren Kleinkindern im Gefängnis und lernte deren Nöte und Sorgen kennen. Ihr Anliegen war es, den Frauen und Kindern soweit wie möglich Freiräume innerhalb der Mauern zu schaffen. So war ihr auch immer wichtig, stets den Kontakt zu Nahestehenden außerhalb der Anstalt zu ermöglichen und zu pflegen. So zählt der erfolgreiche Einsatz für die Einrichtung einer Offenen Abteilung, also der Freigang von gefangenen Müttern, zu den nachhaltigen Spuren, die Frau Matthiessen hinterlassen hat.

Herr Homberg absolvierte eine Ausbildung bei der Stadtsparkasse in Düren und war daraufhin bis 1987 bei der Kreissparkasse Köln beschäftigt. Nebenher studierte er Betriebswirtschaft an der Sparkassenakademie Bonn. Von 1987 bis 1993 gehörte er dem Vorstand der Kreissparkasse des Hochtaunuskreises, später umbenannt in Taunus-Sparkasse, an. Dort war er von 1993 bis 1999 zunächst stellvertretender Vorstandsvorsitzender und daraufhin bis zum Eintritt in den Ruhestand im Jahre 2012 Vorstandsvorsitzender. 

Seit der Gründung im Jahre 1993 hat er sich für die „Kronberg Academy“ eingesetzt, da ihm die Entwicklung junger Künstler, sowie die Verbindung und Verständigung der Künstler aus verschiedenen Nationen und Generationen, ein besonderes Anliegen ist. Schon an der Gründung der „Kronberg Academy“ sowie dem ersten Cello Festival im Jahre 1993 war er maßgeblich beteiligt. Im Vorstand war er von 2003 bis 2010 als Schatzmeister tätig, und auch seitdem steht er der „Kronberg Academy“ mit Rat und Tat zur Seite.

Zudem ist Herr Homberg von 1995 bis 2002 Schatzmeister der Chopin Gesellschaft Taunus gewesen, die professionelle Hauskonzerte für junge Künstler organisiert.

Von 1999 bis 2013 war er als Schatzmeister beim Förderverein Saalburg e.V. tätig und ist Gründungsmitglied der Fördergesellschaft des Neuen Theaters Höchst e.V.

Seit Gründung der Stiftung Lebenshilfe Main-Taunus im Jahre 2003 ist Herr Homberg Kuratoriumsvorsitzender und setzt sich vorbildlich und erfolgreich für Kinder, Jugendliche und erwachsene Menschen mit Behinderung im Main-Taunus-Kreis ein.

Das Rind’sche Bürgerstift ist ein Senioren- und Pflegeheim, in deren Stiftung Herr Homberg seit 1993 Vorstandsvorsitzender ist. In dieser Funktion hat er sich für den Neubau des Stifts eingesetzt und war in sämtlichen Bauphasen voll integriert. So konnte eine Einrichtung für rund 200 ältere und pflegebedürftige Menschen in der Nähe des Bad Homburger Kurparks entstehen. Im Jahre 2013 wurde das Rind’sche Bürgerstift durch die Übernahme der Gemeinschaft Deutsche Altenhilfe in die Rind’sche Bürgerstiftung umbenannt. Seit 2013 ist Herr Homberg deren alleiniger Vorstand.

Als Schatzmeister im Vorstand des Kreisverbands Hochtaunus des Deutschen Roten Kreuzes ist Herr Homberg von 1992 bis 2001 tätig gewesen. Seit 2012 ist er zudem ehrenamtliches Mitglied im Kuratorium der „Horst Görtz Stiftung“ in Neu-Anspach, die gemeinnützige Zwecke verfolgt.

Seit der Gründung des Wirtschaftsbeirates der Stadt Friedrichsdorf im Jahre 2013 hat Herr Homberg dessen Vorsitz inne. Hier bringt er sein Wissen und seinen Sachverstand ein. Ebenfalls ist Herr Homberg ehrenamtlich in den Gremien der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main engagiert. Seit 1994 bis 2012 war er Mitglied des Ausschusses Hochtaunus/Main-Taunus und setzte sich von 2005 bis 2012 als Mitglied im Bankenausschuss ein. Der Vollversammlung gehörte er von 2009 bis 2012 an.

Themengebiet: Europa, Auszeichnung