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24.11.2015 - Land
Sozialminister Stefan Grüttner: Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

“Wir brauchen eine Kultur des Hinschauens und wir müssen uns hörbar gegen Gewalt an Frauen stellen, auch um Betroffenen Mut zu machen, sich zu wehren und Hilfe zu suchen“, so der Hessische Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner, anlässlich des alljährlich am 25. November begangenen  Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen. „Dieser Tag biete eine gute Gelegenheit, um auf das Thema häusliche und sexuelle Gewalt hinzuweisen“, so der Minister. Nach wie vor weist die polizeiliche Kriminalstatistik für das Land Hessen eine nicht hinnehmbare Anzahl häuslicher Gewaltfälle auf. Mit weiteren Fördermaßnahmen und der Ausweitung des 2015 ins Leben gerufenen Sozialbudgets zur Beratung und Unterstützung der Opfer sexueller und häuslicher Gewalt ist ein wichtiger Schritt getan, um spezielle Hilfen für die Opfer anbieten zu können.

Vernetzung von Einrichtungen und Hilfsangeboten

Neben der Ausweitung bereits bestehender Präventions- und Unterstützungsangebote wird mit weiteren Fördermaßnahmen auf neue Herausforderungen reagiert. Im Fokus stehen die Vernetzung der Behindertenhilfe mit Gewaltschutzeinrichtungen und Hilfsangebote für die von sexueller Gewalt betroffenen Menschen, die hier um Schutz nachsuchen. Gefördert werden Projekte gegen Gewalt und Menschenhandel, die spezielle Beratungsstellen für Migrantinnen unterhalten. Daneben werden auch Maßnahmen unterstützt, die sich für Frauen und Mädchen in besonderen Notlagen einsetzen, wie zum Beispiel für straffällig gewordene Mütter mit Kindern oder alleinerziehende Frauen in besonderen Notsituationen.

Ein Projekt des Frankfurter Vereins „FIM e.V. – Frauenrecht ist Menschenrecht“, das die Vernetzung und Qualifizierung von Streetworkern in der Armutsprostitution  hessenweit ausbauen möchte wird ebenso gefördert wie Projekte mit dem Schwerpunkt „Sexualisierte Gewalt in der Einwanderungsgesellschaft – Kultursensible Beratung für Opfer von Sexualgewalt KUBOS“ des Vereins Wildwasser Gießen e.V.

Mehr Schutz für Kinder und Jugendliche im Internet

Unterstützt wird auch ein im Jahr 2016 geplanter Kongress zur Qualifizierung und Vernetzung von Fachkräften aus Behinderteneinrichtungen und Gewaltschutzeinrichtungen. Fortbildungsbedarf im Hinblick auf die Nutzung des Internets gerade durch Kinder und Jugendliche besteht daher auch zu dem Thema „Tatort Internet – Nutzung und Gefahren der neuen Medien.“ Insgesamt ist mit der Aufstockung des Sozialbudgets die Frauenhausfinanzierung auf insgesamt 314 Millionen Euro jährlich erhöht worden. Die Mittel für Beratungs- und Interventionsstellen konnten ebenfalls deutlich aufgestockt werden und mit dem erstmalig zur Verfügung gestellten Betrag von 517.000 Euro für den Bereich Schutz von Frauen vor Gewalt konnten Projekte in den Bereichen Bekämpfung des Menschenhandels und in der Umsetzung des Aktionsplans zur Bekämpfung der häuslichen Gewalt erfolgreich umgesetzt werden.

Neben der Aufstockung der finanziellen Mittel  gebühre insbesondere den Trägern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der unterschiedlichen Maßnahmen und Projekten Dank. „Ohne ihr unverzichtbares Engagement sind die Unterstützungs- und Hilfsleistungen für die Opfer von Gewalt nicht denkbar“, so Grüttner abschließend.

Themengebiet: Frauen, Soziales