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18.11.2015 - Land
Innenminister Beuth und Staatssekretär Bußer: Couragierte Bürgerinnen und Bürger ausgezeichnet

Innenminister Peter Beuth und Regierungssprecher Michael Bußer zeichnen couragierte Bürgerinnen und Bürger aus

Drei Männer aus einem brennenden Auto befreit, Menschen vor dem Suizid bewahrt oder einen geistig behinderten Mann vor jugendlichen Schlägern gerettet – weil sie uneigennützig ihren Mitmenschen in gefährlichen oder lebensbedrohlichen Situationen beigestanden haben, sind heute elf Bürgerinnen und Bürger in der Hessischen Staatskanzlei ausgezeichnet worden. Zehn der Helferinnen und Helfer freuten sich über die Hessische Rettungsmedaille und zwei engagierte junge Frauen über die Medaille für Zivilcourage, die Innenminister Peter Beuth und der Sprecher der Hessischen Landesregierung, Staatssekretär Michael Bußer, in der Regierungszentrale überreichten.

„Trotz großer Gefahr Verantwortung für Leben anderer übernommen“

Der Minister dankte den Geehrten für ihren persönlichen Einsatz zum Wohle anderer und sagte: „Sie alle haben Verantwortung für Menschen in Not übernommen und sie dank ihres mutigen Einsatzes vor Gefahr oder sogar vor dem Tod bewahrt. Die Entscheidung, einem Mitbürger in Not zu helfen, fällt oftmals in Sekunden. Dabei sind die Konsequenzen für das eigene Leben zumeist nur schwer einzuschätzen. Im Namen der Hessischen Landesregierung möchte ich Ihnen allen von Herzen danken, dass Sie sich entschieden haben, zu helfen. Sie alle haben Courage bewiesen und sind mit ihrem selbstlosen Einsatz zum Wohle anderer Vorbilder für uns alle geworden“, so der Minister.

Regierungssprecher Michael Bußer betonte: „Die vom Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier verliehene Rettungsmedaille und die Medaille für Zivilcourage sind sichtbare Zeichen der Wertschätzung für selbstloses und tapferes Verhalten. Die heute Geehrten haben nicht weggesehen, sondern gehandelt. Der Einsatz des eigenen Lebens für andere kann nicht hoch genug geschätzt werden. Die Hessische Landesregierung will mit diesen Auszeichnungen Helden des Alltags würdigen und zugleich andere Bürgerinnen und Bürger ermutigen, sich ein Herz zu nehmen, wenn andere Menschen Hilfe benötigen.“

Mit der Hessischen Rettungsmedaille ausgezeichnet wurden:

  • Sebastiana Di Bella aus Offenbach: Die 39-jährige Offenbacherin hat eine Frau vor dem Suizid bewahrt. Als Sebastiana Di Bella am 16. April 2014 beobachtete, wie eine Person an der Offenbacher Bildstockstraße kopfüber in den Main sprang, zögerte sie keinen Augenblick und folgte ihr in das kalte Wasser. Es gelang der gebürtigen Italienerin, die im Wasser treibende Frau aus dem Fluss zu ziehen. Aufgrund der starken Strömungen an dieser Stelle des Mains begab sie sich in Lebensgefahr und wird für diesen mutigen Einsatz geehrt.
  • Patrick Frank aus Wolfhagen und Kevin Lenz aus Lohfelden haben vier Schwerverletzte aus einem brennenden Fahrzeug gerettet. Am frühen Morgen des 18. Juni 2014 ereignete sich auf der Konrad-Adenauer-Straße in Kassel ein Verkehrsunfall, bei dem der 35-jährige Beifahrer, einer von vier Insassen, tödlich verletzt wurde. Das Fahrzeug war von der Fahrbahn abgekommen, frontal gegen einen Baum geprallt und in Brand geraten. Der 21-jährige Frank und der 20-jährige Lenz zogen die vier Insassen aus dem brennenden Auto und begannen umgehend mit der Reanimation, bis die eintreffenden Rettungskräfte die Versorgung der Unfallopfer übernahmen.
  • Jörg Gerlach aus Offenbach und Tobias Thomas Hofmann aus Mühlheim haben eine Frau aus einer verqualmten Wohnung gerettet. Die beiden Männer arbeiteten am 7. Mai 2014 an der Fassade eines Mehrfamilienhauses in Offenbach, als sie einen Rauchmelder hörten und bemerkten, dass Qualm aus einer Wohnung im ersten Obergeschoss drang. Als niemand die Tür öffnete, alarmierten der 35-jährige Gerlach und sein 29-jähriger Kollege die Nachbarn – einer konnte mit einem Ersatzschlüssel helfen. Dichter Rauch schlug den beiden Männern entgegen, als sie die hilflose Bewohnerin in ihrer Wohnung vorfanden und aus der lebensgefährlichen Situation befreiten.
  • Robert Heil aus Sinntal-Mottgers hielt sich am 9. Dezember 2013 an einer Frankfurter Tankstelle auf, als er beobachtete, dass zwei Kinder auf einer Eisenbahnbrücke spielten. Auf seine Warnrufe reagierten die zwei nicht, woraufhin der 48-Jährige zur Brücke lief und die Kinder aus dem Gefahrenbereich führte – ein Regionalzug und eine S-Bahn hatten sich bereits genähert.
  • Klemens Wörner aus Erlensee hat einen schlafenden Mann aus einem brennenden Auto gerettet. Wörner war in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2013 im Frankfurter Stadtteil Ostend mit dem Fahrrad unterwegs, als er das brennende Fahrzeug auf dem Achilles-Platz bemerkte. Als der 51-Jährige sah, dass ein schlafender Mann in dem Auto saß, reagierte er sofort, befreite ihn und rettete so das Leben des Insassen. Trotz der Explosionsgefahr entschied sich Wörner zu helfen und wird für diesen mutigen Einsatz geehrt. 
  • Thomas Brugger aus Wackernheim: Der 43-jährige Polizeihauptkommissar war am 22. August 2014 mit zwei weiteren Kollegen dienstlich unterwegs, als sie einen Brand auf dem Balkon eines Hauses in Fürth-Lörzenbach feststellten, der bereits auf den Dachstuhl übergegriffen hatte. Die Beamten stellten zuerst innerhalb und dann außerhalb des brennenden Objektes sicher, dass die in Panik geratenen Bewohner das Gebäude verließen und leisteten Erste Hilfe. Anschließend durchsuchten die Männer – die sich während ihres Einsatzes zum Wohle anderer in Lebensgefahr begaben – das Haus nach weiteren Personen.
  • Markus Horak aus Lauterbach: Am 9. Juli 2014 gelang es dem Polizeikommissar einen Menschen vom Selbstmord abzubringen. Der Mann befand sich auf dem Mauervorsprung eines Turms bei Lauterbach als der 45-jährige Polizist Horak einschritt, ihn vom Sprung bewahrte und dank seines entschlossenen Eingreifens ein Menschenleben rettete.  

Die Hessische Medaille für Zivilcourage erhielten:

Lea Kristin Seebacher aus Fulda und Anna-Lena Schrimpf aus Neuhof entschieden sich am 8. April 2014 nicht tatenlos zuzusehen, als eine Gruppe Jugendlicher einen geistig behinderten Mann in der Fuldaer Innenstadt belästigte. Die Frauen sahen, dass sechs bis sieben Personen einen Mann beleidigten, ihm die Kopfbedeckung entrissen und ihn gegen ein geparktes Auto stießen. Als die Männer den Hilflosen gegen eine Wand drückten und dem Mann dabei einen Finger brachen, nahmen sich die 27-jährige Seebacher, die 25-jährige Schrimpf und eine weitere Frau ein Herz und vertrieben die feigen Angreifer. Anschließend alarmierten die couragierten Frauen die Polizei und einen Rettungswagen. 

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Themengebiet: Auszeichnung