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18.11.2015 - Land
Finanzminister Dr. Thomas Schäfer: Erfolgsfaktoren des Gründens

Welche Möglichkeiten das Land Hessen bietet, um junge Gründer zu unterstützen, hat Finanzminister Dr. Schäfer in seiner Rede anlässlich der Tagung des Entrepreneurship Cluster Mittelhessen erläutert.

„Erfolgsfaktoren des Gründens“ – so lautet das diesjährige Motto zur Tagung des Entrepreneurship Cluster Mittelhessen (ECM) an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Welche Möglichkeiten das Land Hessen bietet, um junge Gründer zu unterstützen, hat Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer heute in seiner Rede anlässlich der Tagung erläutert. „Ich möchte allen Mut machen, die mit dem Gedanken spielen, sich selbstständig zu machen. Hessen bietet eine Vielzahl von verschiedenen Förderangeboten, die passgenau auf unterschiedliche Gründungsvorhaben zugeschnitten werden können“, erklärte der Minister. Abhängig von Standort, Unternehmensgröße und -status ließe sich so ein individuelles Förderpaket für Gründer schnüren.

Vielfältige Informations- und Fördermöglichkeiten

„Unsere Optionen, den Aufbau von Unternehmen zu fördern, sind vielfältig: Sie reichen von Mikrodarlehen und Krediten, über Bürgschaften bis hin zum Einsatz von Beteiligungskapital oder zu Zuschüssen in Regionalfördergebieten“, erläuterte Schäfer. Auch eine Kombination verschiedener Förderbausteine sei im Einzelfall möglich. Das Land stelle Gründungsinteressierten unterschiedliche Informations- und Beratungsangebote zur Verfügung. „Denn gerade am Anfang einer Unternehmensgründung besteht oft Unsicherheit, welche Fördermöglichkeiten bestehen, um eine Geschäftsidee in die Tat umzusetzen“, sagte der Finanzminister. Besondere Fördermöglichkeiten gebe es zudem für Unternehmen mit neuartigen Produkten und Dienstleistungen: Kleine und mittlere Unternehmen, die an Forschungs- und Entwicklungsprojekten teilnehmen oder direkt mit den Hochschulen zusammenarbeiten, könnten über die LOEWE-Förderlinie 3 staatliche Förderungen erhalten.

Der Finanzminister ging auch darauf ein, wie Startups zukünftig noch besser gefördert werden könnten. Der Gesetzentwurf des Bundesfinanzministeriums zur Reform der Investmentbesteuerung werde in Gründerkreisen kontrovers diskutiert. Demnach sollen Veräußerungsgewinne aus Streubesitzanteilen an einer Kapitalgesellschaft künftig genauso wie die Dividenden besteuert werden. „Die Reform ist sinnvoll, denn die derzeitige Regelung überlässt Investoren die Wahl, ob sie Erträge lieber als steuerpflichtige Dividende oder als steuerfreien Veräußerungsgewinn beziehen möchten. Das öffnet Tür und Tor für Steuergestaltungen“, sagte Schäfer.

Anreizsystem für Investitionen in Startups schaffen

Gleichzeitig nehme er die Befürchtungen der Startup-Branche sehr ernst, die Neuregelung werde die Versorgung mit Wagniskapital erschweren. „Aus diesem Grund setze ich mich dafür ein, dass wir eine möglichst umfassende Befreiung für Veräußerungsgewinne aus Beteiligungen an Startup-Unternehmen schaffen, also auch für Direktinvestitionen von Business Angels. Wir sollten ein Anreizsystem schaffen, damit Investitionen in junge, innovative Unternehmen attraktiver werden“, erläuterte der Minister. Hierbei seien unterschiedliche rechtliche Ausgestaltungen denkbar, die mit den Anforderungen des EU-Beihilfenrechts konform gehen. „Wir sollten auf EU-Ebene aber auch darüber reden, wie wir den Wagniskapitalmarkt zukünftig gestalten wollen, denn dieses Thema geht alle europäischen Länder an“, betonte Schäfer abschließend.

Weitere Informationen für angehende Existenzgründer bietet die Informationsseite www.existenzgruendung-hessen.de des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung.

Themengebiet: Hessen, Förderung