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11.11.2015 - Land
Wissenschaftsminister Boris Rhein: Eröffnung des MIT markiert den Beginn einer neuen Ära in Marburger Medizin

Wissenschaftsminister Boris Rhein hat heute an der offiziellen Eröffnung des Marburger Ionenstrahl-Therapiezentrums MIT teilgenommen und den Ärzten und Pflegekräften zum Behandlungsstart ihrer ersten Patienten gratuliert. In erster Linie profitieren die Patienten von der neuen Therapiemöglichkeit mit Ionenstrahlen, die das Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt entwickelt hat.

1,3 Millionen Euro Forschungsförderung

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Die Eröffnung des MIT markiert den Beginn einer neuen Ära in der traditionsreichen Geschichte der Medizin in Marburg. Unser Ziel ist es, möglichst vielen schwerstkranken Patienten mit der Behandlungsmethode zu helfen sowie die Forschung in diesem Bereich ein gutes Stück voranzubringen. Möglich macht dies die neu geschaffene einmalige Kooperation zwischen Marburg und dem Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum HIT des Universitätsklinikums Heidelberg, das die Marburger Anlage 2014 übernommen hat. Das Land Hessen unterstützt die Forschungskooperation in den kommenden zehn Jahren mit jährlich 1,3 Millionen Euro.“

Bei der Partikeltherapie werden Tumore mit Kohlen- und Wasserstoffionen beschossen. Diese Ionen können gesundes Gewebe durchdringen, ohne dort Schaden anzurichten; erst tief im Tumor entfalten sie ihre zerstörerische Wirkung. Das ist ein großer Vorteil bei der Behandlung von Tumoren, die tief im Körper sind oder sich in besonders empfindlichen Regionen befinden: zum Beispiel am Stammhirn, Sehnerv, Rückenmark oder Darm. Vor allem Kinder und Jugendliche sollen von der schonenden Methode profitieren.

„Der Einsatz hat sich gelohnt“

„Der Einsatz der Landesregierung für die Partikeltherapietechnologie in Marburg hat sich gelohnt. Momentan besteht die Möglichkeit, die Patienten an zwei Plätzen zu behandeln. Im kommenden Jahr soll ein dritter Behandlungsplatz hinzukommen. Das sind wirklich gute Aussichten für die Patientinnen und Patienten, denen künftig in Marburg geholfen werden kann“, so Wissenschaftsminister Boris Rhein abschließend.

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Themengebiet: Forschung und Innovation, Gesundheit