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19.10.2015 - Land
Weitere Notunterkünfte in den Landkreisen Bergstraße und Darmstadt-Dieburg

Das Land Hessen hat den Landkreis Bergstraße und den Landkreis Darmstadt-Dieburg beauftragt, weitere Notunterbringungsmöglichkeiten für Bedarfsspitzen für jeweils bis zu 1.000 Personen zu ertüchtigen, da Hessen auch in den nächsten Tagen mit weiteren Zuweisungen von asylsuchenden Personen zu rechnen hat. Zur Durchführung stehen sowohl dem Landkreis Bergstraße als auch dem Landkreis Darmstadt-Dieburg die unterstellten Katastrophenschutzeinheiten, insbesondere des Betreuungsdienstes, zur Verfügung. Die Katastrophenschutzhelfer sorgen für die Einrichtung der Unterkünfte und übernehmen zunächst die Verpflegung, Betreuung und medizinische Versorgung der Flüchtlinge. Die Kosten für die Einrichtung der Notunterkünfte werden vom Land Hessen übernommen. Zudem wird eine schnellstmögliche gewerbliche Übernahme von Aufgaben wie der Verpflegung, Betreuung und des Sanitätsdienstes angestrebt, um die zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer vor Ort zu entlasten.

16 neue feste Liegenschaften in den vergangenen drei Monaten

„Hessen steht wie alle anderen Bundesländer auch weiterhin vor der Herausforderung, zahlreiche Unterkünfte zu schaffen, um die Menschen unterbringen zu können. Diese können zunächst nicht in bereits vorhandene hessische Einrichtungen in Hessen untergebracht werden. Wir sehen die Belastung für die vielen Helferinnen und Helfer und versuchen, so schnell wie möglich alternative Unterkünfte zu schaffen sowie zur frühestmöglichen Entlastung der Ehrenamtlichen gewerblicher Anbieter mit der Durchführung der Aufgaben zu beauftragen. Das Land Hessen ertüchtigt permanent neue Aufnahmeeinrichtungen, allein in den vergangenen drei Monaten 16 neue feste Liegenschaften, und wir erhöhen damit kontinuierlich unsere Kapazitäten, um Flüchtlingen ein festes Dach über dem Kopf zu bieten“, erklärte Grüttner.

Nach Bereitstellung der Notunterkünfte in den Landkreisen Bergstraße und Darmstadt-Dieburg werden in Hessen insgesamt dreizehn Notunterkünfte zur Verfügung stehen. Weitere Notunterkünfte befinden sich in Frankfurt, Wiesbaden, Hanau, Darmstadt, Offenbach, Rheingau-Taunus-Kreis, Waldeck-Frankenberg, Odenwaldkreis, Hochtaunuskreis, Vogelsbergkreis und Main-Taunus-Kreis. Bei den neu geschaffenen Einrichtungen im Landkreis Bergstraße sowie im Landkreis Darmstadt-Dieburg werden es sich auch um Unterbringungsmöglichkeiten und keine eigenständigen Außenstellen der HEAE handeln, die dazu dienen, die weiter ansteigenden Flüchtlingszahlen, die derzeit in die Länder geschickt werden, in geordnete Bahnen zu lenken. Das Regierungspräsidium Gießen hat mobile Teams aufgestellt, die bei den Notunterkünften vor Ort die Registrierung sowie die medizinische Versorgung übernehmen.

Themengebiet: Flüchtlinge