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Rolf Müller: „Wohl und optimale medizinische Versorgung der Patienten müssen Grundlage aller Entscheidungen des Universitätsklinikums Gießen-Marburg sein“ - „Forschung und Lehre auf Spitzenniveau muss gewährleistet sein“

„Grundlage aller Entscheidungen des Universitätsklinikums Gießen-Marburg müssen das Wohl und die optimale medizinische Versorgung der Patienten sowie die Gewährleistung von Lehre und Forschung auf Spitzenniveau sein. Hier darf es – auch im Interesse der Betreiber selbst – keine faulen Kompromisse geben. Diese Ziele lassen sich jedoch nur mit motivierten und engagierten Beschäftigten auf allen Ebenen verwirklichen. Daher ist es gut, dass die Hessische Landesregierung hier im Dialog mit der Rhön Klinikum AG deutlich gemacht hat: Das Erfolgsmodell Privatisierung darf nicht durch kurzfristige Entscheidungen gefährdet werden – bei allen betriebswirtschaftlichen Entscheidungen muss Augenmaß bewiesen werden“, verdeutlichte der wissenschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Dr. Rolf Müller, im Rahmen der Landtagsdebatte über die weitere Entwicklung des Universitätsklinikums Gießen-Marburg. In der Öffentlichkeit wurde die Streichung von 500 Stellen diskutiert. Der Betreiber hat jedoch nach Intervention von Ministerpräsident Bouffier und der Wissenschaftsministerin Kühne-Hörmann eine genaue Prüfung der Prozesse und Betriebsabläufe zugesagt, um Alternativen zu erarbeiten.

Die Privatisierung habe die Zukunft des Universitätsklinikums langfristig gesichert und „auf eine gesunde Grundlage gestellt. Die Zusammenlegung und Privatisierung der Universitätskliniken in Gießen und Marburg 2005/06 war und bleibt die richtige Entscheidung: Sie hat langfristig die Zukunft beider Standorte, viele Arbeitsplätze sowie medizinische Forschung auf hohem Niveau gesichert. Der private Investor hat inzwischen über 350 Millionen Euro in die Infrastruktur in Gießen und Marburg investiert – dies wäre für das Land nicht leistbar gewesen. Und mit dem Kaufpreis von 100 Millionen Euro hat das Land die vielbeachtete von-Behring-Röntgen-Stiftung errichtet, um die Universitätsmedizin an beiden Standorten zu unterstützen. Denn die Alternative wäre nur ein Investitionsstau von 200 Millionen Euro sowie weitere Verluste gewesen, die das Land hätte tragen müssen“, so Müller.

 „Die Rhön Klinikum AG ist ein privates Unternehmen, das selbstverständlich für die Anteilseigner und zukünftige Investitionen Gewinne machen darf und soll, auch im Krankenhausbereich. Aber Soziale Marktwirtschaft bedeutet auch: Die Interessen der Beschäftigten, der Patienten und der Region dürfen nicht aus dem Blick geraten. Die Rhön Klinikum AG wird schon aus eigenem Interesse im Hinblick auf weitere Investitionsprojekte im Krankenhausbereich, wie beispielsweise in Wiesbaden, diese Abwägungen im Blick behalten. Darauf werden wir ebenfalls achten“, erklärte Müller.
Themengebiet: Wissenschaft