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Wagner wird Pate des inhaftierten iranischen Regimegegners Ahmed Zeidabadi

Frankfurt / Wiesbaden (23. September 2011) – Mit der Übernahme einer politischen Patenschaft für den inhaftierten iranischen Regimegegner Dr. Ahmed Zeidabadi will der CDU-Fraktionschef im Hessischen Landtag, Dr. Christean Wagner, ein Zeichen für Menschenrechte setzen. Es sei eine „Schande“, wenn mutige Oppositionspolitiker wie Ahmed Zeidabadi wegen ihrer Überzeugungen statt in Parlamenten hinter Gittern sitzen müssten. Wie die IGFM berichtet, hat sich die Situation für Oppositionelle im Iran nach der angeblichen Wiederwahl Mahmoud Ahmadinejads am 12. Juli 2009 dramatisch verschlimmert. Sie würden täglich diskriminiert, zusammengeschlagen, gefangengenommen und endeten häufig am Galgen.  

Der 1965 geborene Dr. Ahmed Zeidabadi gehört zu den bedeutendsten Figuren der iranischen Opposition. Als Publizist verteidigte er ethnische und religiöse Minderheitenrechte. Zeidabadi ist Mitglied des iranischen Journalistenverbandes und Präsident der „Office for Strengthening Unity“, einer der wichtigsten oppositionellen politischen Organisationen im Iran. Trotz eines zuvor verhängten Verbotes politischer Betätigung, arbeitete Zeidabadi bei der Präsidentschaftswahl 2009 als Berater des mittlerweile unter Hausarrest stehenden Reformpolitikers Mehdi Karroubi. Am 21. Juni 2009 wurde er verhaftet und nach einem im Fernsehen übertragenen öffentlichen Schauprozess unter Missachtung internationaler Rechtsnormen des „Aufruhrs gegen das Regime“ für schuldig befunden. Neben einer sechsjährigen Haftstrafe erhielt er ein lebenslanges Berufsverbot. Trotz schwerer Folter konnte Zeidabadi kein Geständnis abgezwungen werden. 

Christean Wagner würdigt Ahmed Zeidabadi als mutigen Kämpfer für seine politischen Überzeugungen: „In einem Brief aus dem Gefängnis hat Ahmed Zeidabadi den iranischen Behörden vorgeworfen, gegen den Koran zu sein und zu verstoßen. Damit trifft er den angeblichen Gottesstaat an seinem wundesten Punkt. Religion darf niemals dazu missbraucht werden, fundamentale Menschenrechte, wie Presse- oder Religionsfreiheit mit Füßen zu treten“. Der CDU-Politiker fordert von der internationalen Gemeinschaft, genau hinzuschauen: „Menschenrechte sind universell und können niemals als innere Angelegenheit von Staaten angesehen werden“. 

Im Rahmen des IGFM-Patenschaftsprogramms engagieren sich prominente Politiker für politische Gefangene im Iran. IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin betont: „Der Fall Ahmed Zeidabadi ist nur eines von vielen schlimmen Schicksalen von Oppositionellen in der Islamischen Republik. Ein anderer Fall ist der des evangelischen Pastors Youcef Nadarkhani, der wegen angeblichem Abfall vom Islam zum Tode verurteilt wurde. Die Situation der politischen Gefangenen ist dramatisch. Sie werden mit Mördern und Vergewaltigern wie die Tiere in viel zu kleinen Zellen eingesperrt. Eine politische Patenschaft wie sie Christean Wagner übernommen hat, geben den verfolgten Regimegegnern internationale Aufmerksamkeit und damit Schutz“.

 
Schlagworte: Christean Wagner