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Alexander Bauer und Ismail Tipi: „Die politische und gesellschaftliche Partizipation von Migrantinnen und Migranten muss stärker gefördert werden“
„Die politische und gesellschaftliche Teilhabe von Migranten stärkt den Zusammenhalt in der Bevölkerung. Das gemeinsame Engagement von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund dient als Brücke zwischen verschiedenen Kulturen“, fasste der Obmann der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag die Ergebnisse der Anhörung der Enquete-Kommission Migration und Integration in Hessen, Alexander Bauer, zusammen. In einer öffentlichen Sitzung in Wiesbaden zum Thema gesellschaftliche und politische Partizipation von Migranten ergab die Befragung der Sachverständigen, dass Zugewanderte im gesellschaftlichen und politischen Leben oftmals unterrepräsentiert sind. „Dabei liegen gerade in diesen Bereichen große Chancen und Potenziale, die ausgeschöpft werden müssen. Das Augenmerk muss daher verstärkt auf diese Aspekte gelenkt werden“, so Ismail Tipi, integrationspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion.

Mangelnde Sprachkenntnisse und Kommunikationsprobleme führen oft zur Isolation von Migranten. Diese Barrieren können durch die Mitwirkung an gesellschaftlichen Angeboten abgebaut werden. „Insbesondere Formen des gesellschaftlichen Engagements in Vereinen wie beispielsweise im Bereich des Sports wirken integrationsfördernd. Hier gibt es viele erfolgreiche Vorbilder. Mit Hilfe von Integrationslotsen, die in Hessen bereits vielfach erfolgreich wirken, kann die Einbindung in das gesellschaftliche Leben besser gelingen“, so Bauer. Integrationslotsen richten sich an Neuzugewanderte, Migranten, die schon länger hier leben und an Aussiedler. Sie sind Sprach- und Kulturvermittler, die neben ihrer sprachlichen auch die interkulturelle Kompetenz für ihre Arbeit mitbringen, Zugang zu ihrer jeweiligen Community haben und gleichzeitig sehr gut integriert sind.

Hinsichtlich der politischen Partizipation zeigt sich, dass Migranten in politischen Gremien zu wenig vertreten sind und etwa die Wahlbeteiligung der Ausländerbeiräte deutlich zu gering ausfällt. „Die politische Teilhabe von Migranten an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen ist jedoch wichtig. Daher müssen wir auf die vorhandenen Möglichkeiten stärker hinweisen und diese zeitgemäß weiterentwickeln. Eine Möglichkeit wäre die Weiterentwicklung der derzeitigen Ausländerbeiräte zu kommunalen ‚Integrationsräten‘ mit sachkundigen Vertretern“, schlug Bauer vor.
 
In der gesellschaftlichen und politischen Teilhabe von Migrantinnen und Migranten liegt folglich großes Potenzial für eine Verbesserung des Integrationsprozesses. „Diese Chancen müssen stärker genutzt werden. Der Fokus muss daher auf gezielten Unterstützungsmaßnahmen liegen, die ein Engagement in Vereinen, Verbänden und Hilfsorganisationen bekannt und attraktiv für Migranten machen“, sagte Ismail Tipi abschließend.