Herzlich Willkommen
bei der CDU Hessen
Rolf Müller: „Keltenwelt am Glauberg ist dank langfristigen Engagements des Landes eine weitere Attraktion im Kulturland Hessen“

Als ein „überragendes Museumserlebnis“ bezeichnete der kulturpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Dr. Rolf Müller, das neue Museum „Keltenwelt am Glauberg“. Anlass des Besuches war die Sommerbereisung des Arbeitskreises „Wissenschaft & Kunst“ der CDU-Landtagsfraktion. „Das Kulturland Hessen hat dank des langfristigen Engagements des Landes eine weitere Attraktion erhalten, die weit über die Region strahlt und Besucher aus dem In- und Ausland begeistert. Das beweist der immense Zuspruch von 30.000 Besuchern in nur zwei Monaten“, so Müller. Das neue Museum, in dessen Mittelpunkt die Figur eines Keltenfürsten aus dem 5. vorchristlichen Jahrhundert steht, ermöglicht vielfältige Einblicke in die Lebenswelt der Kelten, erläuterte die Leiterin des Museums, Dr. Vera Rupp.

Seit Beginn der Ausgrabungen in den späten achtziger Jahren seien mehr als 17 Millionen Euro in das Glauberg-Projekt geflossen. In den Bau des Museums habe die Landesregierung dabei insgesamt rund acht Millionen Euro und eine weitere Million Euro in die Ausstattung investiert. „Das Keltenmuseum ist dabei nicht nur von besonderer archäologischer Bedeutung. Es spielt auch als touristischer Anziehungspunkt für eine ganze Region eine wichtige Rolle. Gleichzeitig wird die Vielfalt hessischer Kulturschätze und Geschichte erfahrbar“, so Müller.

Der CDU-Landtagsabgeordnete wies zudem auf die forschungspolitische Bedeutung des Projektes im Rahmen des Konzepts „hessenARCHÄOLOGIE 21“ hin. „Wichtiger Baustein dieser Konzeption, die ein dezentrales archäologisches Landesmuseum vorsieht, ist neben dem Saalburgmuseum das nun eröffnete Keltenmuseum. Mit ihm ist ein gutes Fundament für die Erforschung und Vermittlung keltischer Geschichte gelegt worden. Zudem ermöglicht die Konzeption, dass Funde in ihrem unmittelbaren Kontext gezeigt werden können“, sagte Müller.

Gleichzeitig könnten in der Ausstellung künftig die aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnisse, auch aus der Forschung vor Ort, berücksichtigt werden: „Im angeschlossenen Forschungszentrum wird der wissenschaftliche Austausch mit Museen und Hochschulen auf Spitzenniveau ermöglicht. Das stärkt auch den Wissenschaftsstandort Hessen“, so Müller.

Hintergrund:

Am Fuß des Glaubergs in der östlichen Wetterau wurden 1994/95 zwei mit reichen Beigaben ausgestattete Fürstengräber entdeckt und geborgen. 1996 fand sich im Kreisgraben des mittlerweile rekonstruierten Grabhügels die fast vollständige, lebensgroße vollplastische Sandsteinfigur des sog. „Keltenfürsten“. Im Juni 2006 beschloss die Landesregierung, am Glauberg ein Museum zu errichten, um die wissenschaftlichen Ergebnisse der archäologischen Ausgrabungen und die bisher im Landesmuseum in Darmstadt verwahrten Originalfunde an Ort und Stelle zu präsentieren.

Themengebiet: Hochschule und Wissenschaft, Kunst und Kultur