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Bettina M. Wiesmann und Hartmut Honka: „Hochsensibles Thema wird in allen beteiligten Ressorts mit Umsicht vorangebracht“

In einer öffentlichen Anhörung hat sich der Sozialpolitische Ausschuss im Hessischen Landtag gemeinsam mit dem Rechts- und Integrationsausschuss mit der ‚Bekämpfung sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen‘ beschäftigt. „Wir begrüßen die Anhörung als einen wichtigen Schritt, die umfangreichen Maßnahmen der verschiedenen Ressorts seit Bekanntwerden der schrecklichen Missbrauchsfälle in Hessen zu bündeln und zu einer stimmigen Gesamtstrategie zu entwickeln. Es muss dafür Sorge getragen werden, die Zusammenarbeit bei diesem hochsensiblen Thema weiter auszubauen und die Kooperation und Vernetzung zwischen den Fachministerien und anderen, auch nichtstaatlichen Stellen, auf verschiedenen Ebenen sicherzustellen. Dabei darf auch der Datenschutz kein Hindernis sein, wenn es um das Kindeswohl geht“, sagten die familienpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Bettina M. Wiesmann, und der rechtspolitische Sprecher, Hartmut Honka, anlässlich der Anhörung im Hessischen Landtag.

Die Anhörung habe einen Überblick über die derzeitigen Maßnahmen in den Ministerien und Behörden, therapeutischen und medizinischen Einrichtungen, Anlauf- und Beratungsstellen erbracht und zahlreiche Anregungen aus Wissenschaft und Praxis ergeben. „Kinderschutz ist eine Querschnittsaufgabe, die alle Beteiligten einbeziehen muss. Ein umfassender Aktionsplan der Landesregierung ist in Arbeit“, betonte Honka. „Hier sind neben den Pädagogen, Ärzten, Jugendhelfern, Polizisten und anderen Beteiligten außerhalb der Familien gerade auch die Eltern als Zielgruppe zu sehen, die für die Thematik sensibilisiert und stärker in die Präventionsarbeit eingebunden werden müssen“, ergänzte Wiesmann. Von den Arztbesuchen bei den verpflichtenden Regeluntersuchungen bis zur Elternarbeit in Kindertageseinrichtungen und Schulen gebe es Anknüpfungspunkte, bei denen vermehrt angesetzt werden könne“, so Wiesmann.

Es werde bereits jetzt viel unternommen, um den Opfern zu helfen und insbesondere sexuellen Übergriffen rechtzeitig vorzubeugen. Allerdings sei auch klar, dass es stets einer Gesamtkonzeption bedürfe, um Kindswohlgefährdungen effektiv zu begegnen. Die Diskussion müsse mit großer Sensibilität weiter geführt werden. „Eine Gesamtstrategie steigert auch das öffentliche Bewusstsein für die Thematik und kann so helfen, Missbrauchsfälle zu vermeiden. Auch dazu hat die Anhörung heute einen Beitrag geleistet“, so Honka.
Themengebiet: Familie, Kinder und Jugend