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Bettina M. Wiesmann und Ismail Tipi: „Frühkindliche Bildung ist besonders für Migrantenkinder wichtig“
„Für Migrantenkinder ist frühkindliche Bildung auch außerhalb des familiären Umfeldes besonders wichtig. Hier erlernen sie die deutsche Sprache, die sie für eine erfolgreiche Integration in unsere Gesellschaft benötigen“, erklärten die familienpolitische Sprecherin und der integrationspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Bettina M. Wiesmann und Ismail Tipi, anlässlich der Vorstellung der Studie „Kinder mit Migrationshintergrund in Kindertagesbetreuungen“ durch das Statistische Bundesamt. Wie die Studie des Statistischen Bundesamtes zeige, besuchen Kinder mit Migrationshintergrund Kindertagesstätten deutlich seltener als Kinder ohne Migrationshintergrund. In Hessen liegt die Betreuungsquote bei den 3-6-Jährigen Kindern ohne Migrationshintergrund bei 96,8 Prozent, bei Migrantenkindern bei 87,4 Prozent. Bei den Unter-drei-Jährigen liegt die Betreuungsquote bei Kindern mit Migrationshintergrund bei 11,5 Prozent, wohingegen 24,3 Prozent der Kinder ohne Migrationshintergrund eine Betreuungseinrichtung besuchen.

Das wichtigste Ziel sei, insbesondere Kinder mit Migrationshintergrund möglichst früh zum Besuch der Kindertageseinrichtung zu bewegen. Darüber hinaus benötigten gerade Eltern aus fremden Kulturkreisen Unterstützung, um frühzeitig den Zugang zur deutschsprachigen Kinderbetreuung zu finden und unterstützende Familienbildungsangebote in Anspruch zu nehmen. Hier seien Familienzentren am Standort von Kindertagestätten notwendig, die ein umfassendes Beratungsangebot und Unterstützung in vielen Lebenslagen bereithielten. Darüber hinaus sei eine frühe Sprachstandserkennung nötig, um im Bedarfsfall durch zusätzliche Förderung im Kindergarten nachzusteuern. Die gezielte Schulung des pädagogischen Personals sei eine Grundvoraussetzung, um auf die Bedürfnisse der Kinder mit Migrationshintergrund einzugehen. „Wir setzen uns für eine intensive Sprachförderung in Kindertagesstätten und ein flächendeckendes Netz von Familienzentren ein, um eine bestmögliche Unterstützung gerade auch für Familien mit Migrationshintergrund sicherzustellen“, betonte Wiesmann. „Sprache ist der Schlüssel zur Integration. Nur wer die deutsche Sprache beherrscht, kann am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, und nur wer gut deutsch spricht, hat die gleichen Bildungschancen wie deutsche Muttersprachler“, ergänzte Tipi.

„Wir müssen bei Familien mit Migrationshintergrund für die Kindertagesbetreuung werben und ihnen den Zugang zu Unterstützungsangeboten so leicht wie möglich machen“, so Wiesmann und Tipi.