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Christian Heinz: „Zeugen und Opfer werden nicht allein gelassen“
„Die Zeugenzimmer in den hessischen Gerichten verbessern den Schutz der Zeugen und Opfer von Straftaten im Strafprozess. Die Zeugen und Opfer werden nicht allein gelassen“, sagte der Sprecher für Zeugen- und Opferschutz der CDU-Landtagsfraktion, Christian Heinz, nach Erhalt der Antwort durch die Landesregierung auf seine kleine Anfrage zu Zeugenzimmern und der Zeugenberatung in Hessen. Wie Heinz in Erfahrung brachte, gibt es in Hessen inzwischen in allen neun Landgerichtsbezirke Zeugenzimmer. Sie dienen als Rückzugsmöglichkeit für Zeugen, um sich mental auf die – auf manchen beängstigend wirkende – Prozesssituation einzustellen. Zudem sollen Begegnungen zwischen Opfern und Tätern vor der Verhandlung vermieden werden.

In sechs Orten - Frankfurt, Limburg, Hanau, Gießen, Wiesbaden und Kassel - sind die Zeugenzimmer mit geschulten Betreuern besetzt, deren Aufgabe die psychosoziale Begleitung der Opfer ist. Drei dieser Zeugenberatungseinrichtungen werden unmittelbar durch das Land finanziert, die anderen drei werden mittelbar über Zuwendungen an die Opferhilfevereine teilfinanziert. „Eine gute Zeugenberatung stärkt die Aussagebereitschaft und -fähigkeit der Opfer. Diese Erfahrung sammelten die Justizbehörden und die Richterschaft nach Einführung der Zeugenzimmer in Hessen“, zitierte Heinz die Antwort der Landesregierung.

Heinz hebt in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Opferhilfevereine hervor, deren Tätigkeit weit über die Begleitung im eigentlichen Strafprozess hinausgehe. „Die Betreuer und Zeugenberater begleiten die Opfer von Anfang an uns lassen sie nicht allein. Es gibt 18 hauptamtliche Betreuerinnen und Betreuer und fünf weitere Zeugenberater, die Angehörige der Justizverwaltung sind“, sagte Heinz.

Besonders wichtig seien drei Aspekte bei diesen Hilfeangeboten der Opferschutzvereine. „Sie sind vertraulich, auf Wunsch anonym und zudem auch kostenlos. Im Jahr 2009 haben 2611 Personen die Hilfsangebote der Opferhilfevereine genutzt. In mehr als drei Viertel aller Beratungsfälle handelte es sich um Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit“, so Heinz.

Der CDU-Rechtspolitiker kann sich eine moderne Justiz ohne einen wirksamen Zeugen- und Opferschutz nicht vorstellen und begrüßt das Vorhaben, ein weiteres Zeugenzimmer am Amtsgericht Bad Hersfeld einzurichten. „Es ist wichtig, dass wir den Zeugen und Opfern im Strafprozess die Angst vor einer Aussage nehmen. Die Landesregierung ist mit dem stetigen Ausbau der Zahl der Zeugenzimmer und der kontinuierlichen Unterstützung der Opferhilfe auf einem richtigen Weg im Interesse aller Menschen, die durch eine Straftat geschädigt worden sind“, sagte Heinz.
Themengebiet: Justiz