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Christean Wagner: „Christliche Grundwerte sind für einen Christdemokraten grundlegend“ - „Zusammenhalt einer Gesellschaft erfordert mehr als Gesetzestreue“

Die CDU-Fraktion im Hessischen Landtag ist im ständigen Dialog mit den christlichen Kirchen in Hessen. Dabei stehen tagesaktuelle Themen und gesellschaftliche Entwicklungen auf dem Programm. In der letzten Fraktionssitzung war der Bischof von Limburg, Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst, zu Gast. Nach dem Gespräch mit dem Limburger Bischof sagte der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Dr. Christean Wagner: „Christliche Grundwerte sind für einen Christdemokraten nicht nur aktuell, sondern grundlegend. Im CDU Grundsatzprogramm ist bereits in der Einleitung von der Verantwortung des Menschen vor Gott die Rede. Der Verweis auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung als ausreichendes Wertegerüst unseres Staates greift zu kurz. Der Zusammenhalt einer Gesellschaft erfordert mehr als Gesetzestreue. Notwendig ist ein übergeordneter Werterahmen, innerhalb dessen sich individuelle Lebensentwürfe entfalten können.“

Unter der Überschrift „Werte wahren - Gesellschaft gestalten. Plädoyer für eine Politik mit christlichem Profil“ sprach sich Bischof Tebartz-van Elst dafür aus, das christliche Menschenbild selbstbewusster in den Blickpunkt politischen Handelns zu stellen. „Wir sollten wieder mutiger über unsere eigenen Überzeugungen sprechen. Das Handeln und Gestalten aus christlicher Überzeugung hat zur erfolgreichen Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland in den vergangenen 60 Jahren entscheidend beigetragen. Die Väter des Grundgesetzes haben sich bewusst am christlichen Menschenbild orientiert und auch ein feines Gespür dafür entwickelt, was ein Rechtssystem leisten kann und wo es die freie Entscheidung des Einzelnen braucht“, so der Bischof von Limburg.

„Gesellschaft und Gemeinwesen brauchen zur Ausgestaltung des Miteinanders eine Orientierung. Unser Grundgesetz erwähnt die Parteien ausdrücklich als Mitwirkende an der Willensbildung des Volkes. Damit stellt es die Parteien zugleich in die Verantwortung für diesen Prozess. An der Willensbildung kann aber nur mitwirken, wer einen Standpunkt hat. Daher ist zu wirklichem Dialog, zum Ringen um der Menschen Bestes, nur der in der Lage, der einen eigenen Standpunkt hat, den er dann vertreten kann“, sagte Bischof Tebartz-van Elst.

Zur Orientierung am christlichen Menschenbild ging er vor den CDU-Abgeordneten auf folgende fünf Punkte ein:

  • Schutz des menschlichen Lebens am Anfang und Ende
  • Die selbstbewusste und zuversichtliche Entwicklung Europas auf der Basis eines ihrer tragenden Elemente, des Christentums
  • Ehe und Familie als natürliches Kraftzentrum der Gesellschaft und als wirksamer Schutz gegen Kinderarmut
  • Wirtschaft und Wachstum müssen sich am Prinzip der Nachhaltigkeit und der Subsidiarität orientieren – Alimentierung enthält dem Menschen die Möglichkeit zu gelebter Verantwortung vor
  • Bewahrung der Schöpfung als globale Herausforderung.

„Politik tut gut daran, sich immer wieder auf die christlichen Wurzeln von Staat und Gesellschaft zu besinnen. Die Unionsparteien erheben den Anspruch, das christliche Menschenbild zum Ausgangspunkt aller Überlegungen zu machen. Dieser Ansatz hat Auswirkungen auf sämtliche Politikfelder. Es ist und bleibt dabei die Aufgabe christlicher Politik, für die Wiederbelebung einer Kultur der Verantwortung für sich und den nächsten zu sorgen“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Wagner.



 

Themengebiet: Kirchen