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Alexander Bauer: „Je besser die Integration, desto geringer die Kriminalitätsrate und die Gewaltbereitschaft“ - „Nicht die Augen vor der Realität verschließen.“

„Kriminalität von Ausländern und Menschen mit Migrationshintergrund ist ein besonders sensibles Thema. Dennoch dürfen wir die Augen vor der Realität – gerade in Großstädten – nicht verschließen. Das hat nichts mit Ressentiments zu tun“, sagte der innenpolitische Sprecher und Obmann der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag für die Enquete-Kommission Migration und Integration in Hessen, Alexander Bauer, nach einer Anhörung zum Thema Kriminalität in Wiesbaden.

Neben einer überdurchschnittlichen Abhängigkeit von staatlichen Leistungen und Arbeitslosigkeit sei besonders in ethnisch-sozialen Ballungsgebieten eine hohe Gewalt- und Kriminalitätsbelastung festzustellen. Armut, Arbeitslosigkeit und Kriminalität stünden ebenso in einem engen Verhältnis zueinander wie die Integration und Kriminalität und Gewaltbereitschaft. „Wo Integration ausbleibt, können sich Normen wie die oft zitierte Machokultur insbesondere von Muslimen verstärken, die mit der Religionszugehörigkeit und der Subkultur zusammenhängen. Dadurch ist die Schwelle zur Gewaltkriminalität häufig niedriger“, so Bauer.

Zur Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) müsse festgestellt werden, dass diese zur Erfassung der Ausländerkriminalität nicht mehr geeignet sei die Realität abzubilden. Zum einen werde nicht nach regionalen Kriterien unterschieden und zum anderen würden Menschen mit Migrationshintergrund nicht in der Statistik erfasst.

„Je integrierter Ausländer und Menschen mit Migrationshintergrund sind, desto geringer sind die Kriminalitätsrate und die Gewaltbereitschaft. Deshalb besteht auch hier Handlungsbedarf. Für eine erfolgreiche Integration braucht es neben der frühen Sprach- und Lernförderung in Kindergärten und Schulen, insbesondere eine eigene Integrationsbereitschaft als auch die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger, um Migranten eine Brücke zur besseren Teilhabe in gesellschaftlichen und berufliche Netzwerken und Vereinsstrukturen zu bauen“, stellte Bauer abschließend fest.
 

Themengebiet: Integration