Herzlich Willkommen
bei der CDU Hessen
Günter Schork: „Ausbildung von Fachkräften liegt im ureigensten Interesse der Unternehmen und Betriebe“

"Allgemein lässt sich ein Trend zu immer anspruchsvolleren Tätigkeiten mit höheren Qualifikationsanforderungen feststellen. Zweifellos wird der Bedarf an Fachkräften weiterhin stark ansteigen. Daher wird es künftig für Unternehmen immer wichtiger, die knapper werdenden Fachkräfte für sich zu gewinnen, an sich zu binden und ihnen über die gesamte Zeit im Unternehmen hinweg Anreize zu bieten, ihre Beschäftigungsfähigkeit und ihr Engagement aufrecht zu erhalten. Der wichtigste Teil der Lösung liegt aber in den Unternehmen und Betrieben selbst, beispielsweise in der Zufriedenheit der vorhandenen Mitarbeiter oder in den Bereichen Ausbildung und Personalentwicklung, in die gezielt investiert werden muss. Hier müssen auch neue, mutige Modelle und Ansätze gefunden und ausprobiert werden, etwa zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, betonte der ausbildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Günther Schork, in der Landtagsdebatte über den Fachkräftemangel.

Eine wesentliche Ursache für den Fachkräftemangel sei im demographischen Wandel zu sehen: So werde nach Schätzungen der Hessen Agentur im Jahr 2050 das Arbeitsangebot in Hessen um 16 Prozent unter dem heutigen Wert liegen. Hier müsse gegengesteuert werden. „Wir setzen seit langer Zeit auf regional gesteuerte und konzipierte Maßnahmen zur Hebung der Erwerbsquote. In den verschiedenen Ressorts und Ministerien wird bereits eine Vielzahl von Maßnahmen umgesetzt. So arbeitet das Hessische Sozialministerium daran, die bestehenden Arbeits- und Ausbildungsprogramme in zwei Budgets zusammen zu führen und den Kommunen als Grundsicherungs- und Leistungsträger im Sozial- und Jugendbereich die konkrete Umsetzung gemäß ihren Bedürfnissen ab 2011 zu ermöglichen. Des Weiteren ist der ‚Hessische Pakt für Ausbildung’ oder das ‚Netzwerk Wiedereinstieg (NeW)’ zu nennen, mit welchem das Land Hessen einen Verbund von sieben Trägern im Rhein-Main-Gebiet unterstützt, der Frauen bei der Rückkehr in den Beruf unterstützt. Im Ausbildungsbereich existiert mit der ‚Qualifizierten Ausbildungsbegleitung in Berufsschule und Betrieb (QuABB)’ ein ausbildungsbegleitendes Programm mit dem Ziel, Ausbildungsabbrüche frühzeitig zu verhindern. Mit dem gerade durch das Land vorgestellten Kriterienkatalog wurde zudem das ‚Duale Studium’, also die enge Vernetzung von Studium an einer Hochschule und Praxis im Betrieb, in seiner Qualität gestärkt. Zudem haben 2008 in Hessen, gemessen an der Bevölkerungszahl, so viele junge Menschen ein Studium begonnen, wie in keinem anderen Bundesland, nämlich 33,8 Prozent eines Jahrganges“, so Schork.

„Das Problem ‚Fachkräftemangel’ bleibt weiterhin aktuell. Auch wenn wir hier gut aufgestellt sind, bleibt noch viel zu tun, beispielsweise bei der Erhöhung der Studierneigung zu technischen Studiengängen oder der Stärkung des technisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts. Die Unternehmen und Betriebe bleiben allerdings in der Verantwortung, etwa ihr Personal weiterzuqualifizieren und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu stärken“, so Schork.

Themengebiet: Bildung, Wirtschaft