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Alexander Bauer: „Erst einheimisches Arbeitskräftepotential ausschöpfen und dann qualifizierte Zuwanderung fördern“

Angesichts der künftigen wirtschaftlichen, sozialen und demografischen Herausforderungen bietet Zuwanderung wichtiges Potential für die Wirtschafts- und Bevölkerungsentwicklung lautete ein Grundkonsens der siebten Sitzung der Enquetekommission. „Integration in und durch Arbeit muss besser gelingen. Wir müssen aber zuerst das einheimische Arbeitskräftepotential qualifizieren und ausschöpfen, bevor wir über die weitere Förderung von qualifizierter Zuwanderung sprechen. Besonders die bereits hier lebenden Menschen mit Migrationshintergrund müssen bei der Integration in den Arbeitsmarkt nach dem Prinzip des Förderns und Forderns unterstützt werden“, sagte der Obmann der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag für die Enquete-Kommission Migration und Integration in Hessen, Alexander Bauer, nach einer Anhörung zu den Themen Wirtschaft und Arbeitsmarkt in Wiesbaden.

Hauptursache der höheren Arbeitslosenquote unter Menschen mit Migrationshintergrund sei die jahrzehntelange ungesteuerte Zuwanderung. Zukünftig müsse man die Migration, wie das beispielsweise in den USA und in der Schweiz üblich sei, gezielt nach dem Ausbildungstand und dem Bedarf der Wirtschaft nach Fachkräften steuern. Die Einstiegshürden in den Arbeitsmarkt seien vor allem mangelnde Qualifikation und unzureichende Sprachkompetenz. Diskriminierungen aufgrund der Herkunft seien im Einzelfall nicht auszuschließen, aber nicht die Regel. In Deutschland gelinge die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in den Arbeitsmarkt in den meisten Fällen erfolgreich, wie auch eine Studie der OECD[1] zur Arbeitsmarktintegration belege.

Handlungsbedarf sieht Bauer im Bereich der Zuwanderung von hoch qualifizierten Migrantinnen und Migranten. „Die Gewinne des Wohlfahrtstaates durch Zuwanderung steigen mit dem Qualifikationsniveau“, so Bauer. Deshalb sei es wichtig, auch angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels in hochqualifizierten Berufen, bestehende Bestimmungen und offensichtliche Hürden zu überprüfen.

„Nicht nur die Menschen mit Migrationshintergrund müssen ihren Beitrag zur Integration in den Arbeitsmarkt leisten. Auch die Wirtschaft muss angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels ihren Teil dazu beitragen“, forderte Bauer abschließend.


[1] Liebig/Widmaier; OECD Social, Employment and Migration Working Papers, Children of Immigrants in the Labour Markets of EU and OECD Countries: An Overview, Brüssel 2009

Themengebiet: Arbeit, Integration