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Hans-Jürgen Irmer: „Informationsaustausch leistet wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Ziele der Koalitionsvereinbarung“

Nach der zweitägigen Sommerreise nach Ulm und St. Gallen des Arbeitskreises Kulturpolitik der CDU-Landtagsfraktion, unter Leitung des bildungspolitischen Sprechers, Hans-Jürgen Irmer, zeigten sich die Mitglieder „beeindruckt von den aufschlussreichen Gesprächen mit zwei renommierten Bildungsexperten“.

Auf Einladung von Herrn Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer besuchten die Arbeitskreismitglieder das Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) in Ulm, um mit Experten über Sprachförderung beim Übergang vom Kindergarten in die Grundschule zu diskutieren. Das ZNL überträgt Erkenntnisse der Neurowissenschaften zum Lernen von der Theorie in die Praxis. Das interdisziplinär arbeitende Team aus Psychologen, Pädagogen und anderen Wissenschaftlern betreibt dazu Grundlagenforschung, führt Evaluationen durch und begleitet Bildungseinrichtungen in der Weiterentwicklung ihrer pädagogischen Arbeit. „Wir setzen mit den Gesprächen unsere bereits seit Jahren bestehenden Dialoge mit Fachleuten fort, um aus erster Hand zu erfahren, wo Verbesserungspotential besteht. Nur durch den regelmäßigen Informationsaustausch ist es möglich, auf Entwicklungen im Bildungsbereich entsprechend reagieren zu können“, so Irmer. Die Ergebnisse der vorgetragenen Studie zeigen, dass eine frühere Sprachförderung von Kindern angestrebt werden sollte. „Durch eine bessere Aus-, bzw. Fortbildung unserer Erzieherinnen kann ein positiver Effekt erzielt werden. Zudem müssen wir darüber nachdenken, mehr Ressourcen in der frühen Sprachförderung einzusetzen“, so der CDU-Bildungsexperte. Aus der Studie lasse sich ferner ableiten, dass eine engere Zusammenarbeit von Grundschule und Kindergarten notwendig sei.

Auf dem Programm der Sommerreise stand ebenso ein Gespräch mit Herrn Prof. Dr. Dres. h. c. em. Rolf Dubs, ehemaliger Rektor und Wirtschaftspädagoge der Universität St. Gallen, über Neue Verwaltungssteuerung im Bereich des Hessischen Kultusministeriums. Rolf Dubs forschte vor allem im Bereich Lehr-Lernverhalten, Schulentwicklung, Schulqualität, Didaktik der Wirtschaftswissenschaften und Lehrplangestaltung. Inhalte des Gespräches waren u.a. die Ergebnisse eines Gutachtens, welches Rolf Dubs im Auftrag des Hessischen Kultusministeriums erstellt hat. „Prof. Dubs zeigt in seinem Gutachten Stärken und Schwächen des hessischen Bildungssystems auf. Wir werden seine Anregungen aufnehmen und mit unserem Koalitionspartner nach Lösungswegen suchen“, so Irmer. Die Hessische Landesregierung müsse demnach zeitnah eindeutige Rahmenbedingungen schaffen, wozu insbesondere die klare Definition und rechtliche Verankerung der Eigenverantwortlichen Schule sowie die rechtliche Stellung der Schulleiter und die verbindliche Festlegung der Kooperation zwischen Land und Schulträgern im Hinblick auf Eigenverantwortlichkeit der Schule, Steuerung und Controlling sowie bezüglich des Globalbudgets gehöre.