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Hans-Jürgen Irmer: „Praxissemester hilft Studenten und Schülern zugleich“

„Die Bildung unserer Kinder ist der wertvollste „Rohstoff“, der uns in Deutschland zur Verfügung steht. Daher ist es der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag ein besonderes Anliegen, in der Bildungspolitik Prioritäten zu setzen, um die Voraussetzungen zu schaffen, Hessens Kinder optimal auszubilden und ihnen beste Zukunftsperspektiven zu eröffnen“, betonte der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion in Hessischen Landtag, Hans-Jürgen Irmer im Rahmen der Veranstaltungsreihe der CDU-Fraktion „Leistungskurs Bildung“ am gestrigen Donnerstagabend. Zu dieser Veranstaltung konnte die CDU-Landtagsfraktion rund 80 Fachleute begrüßen. Man wolle, so Irmer, mit der Veranstaltungsreihe ´über die Landesgrenzen hinausdenken´ und sich grundsätzlichen bildungspolitischen Fragestellungen widmen.

Mit Prof. Dr. Udo Rauin ist es der CDU-Fraktion gelungen, den Experten für Lehrerausbildung in Deutschland für die Vortragsreihe zu gewinnen. Udo Rauin ist Professor für empirische Schul- und Unterrichtsforschung an der Goethe-Universität in Frankfurt und hat sich intensiv mit den Schwierigkeiten der Lehrerausbildung auseinandergesetzt. Dabei hat er sich besonders der Frage gewidmet, wer den Lehrerberuf ergreift, warum er das tut und wer geeignet ist, Erziehung und Ausbildung der Kinder zu übernehmen, und wer nicht. In seinen Arbeiten weist er mit wissenschaftlichen Methoden nach, dass das System der Lehrerausbildung strukturell reformiert werden muss, um eine praxisnähere Lehrerausbildung zu gewährleisten. Dafür macht er interessante Vorschläge, die die CDU-Landtagsfraktion in Form eines Praxissemesters übernehmen will, wobei dieses nur in enger Zusammenarbeit von Schule, Hochschule und Studienseminar durchgeführt werden kann. „Klar ist, dass dies nicht zum Nulltarif zu haben ist“, so der CDU-Bildungsexperte.

Die CDU spreche sich für eine Umstrukturierung des gesamten Lehramtsstudiums (1. und 2. Phase) aus. Das 3. Semester des Lehramtsstudiengangs solle als Eignungssemester (Praxissemester), ähnlich dem Modell in der Schweiz, von den Studentinnen und Studenten in einer dem Lehramt angepassten Schule durchgeführt werden. Hierbei befinden sich die Lehramtsstudentinnen und Lehramtsstudenten mehrere Tage in der Woche für ein halbes Jahr im realen Schulbetrieb. „Sie können somit Schule hautnah erleben. Zu den täglichen Aufgaben gehören neben der Unterrichtsvorbereitung auch Eltern- sowie Schülergespräche, Hausaufgabenbetreuung oder auch Schulkonferenzen“, so Irmer.

Das Praxissemester sei entscheidend dafür, das Studium fortsetzen zu können. Zum einen könne man für sich selbst feststellen, ob man sich für den Beruf geeignet fühlt, zum anderen habe der Staat aber auch die Möglichkeit einen Riegel vorzuschieben, um Studentinnen und Studenten frühzeitig zu signalisieren, dass sie für den Lehrerberuf nicht geeignet seien. „Dies ist eine Chance für beide Seiten. Die Lehramtsstudentinnen und Lehramtsstudenten haben frühzeitig die Möglichkeit die Studienrichtung zu wechseln und der Staat kann Schülerinnen und Schüler vor weniger qualifizierten Lehrern schützen“, führte der CDU-Politiker weiter aus.