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Judith Lannert: „Führerschein mit 17 ist ein wichtiger und nachhaltiger Beitrag zu Verkehrssicherheit“

„Die Möglichkeit, sich durch das begleitete Fahren mit 17 Jahren schrittweise und unter Aufsicht mit den Anforderungen des modernen Straßenverkehrs vertraut machen zu können, leistet einen nachhaltigen Beitrag zur Verkehrssicherheit. Daher begrüße ich es, dass diese Regelung ab dem Jahr 2011 auch bundesweit Standard werden soll. Es ist eine traurige Tatsache: Besonders gefährdet sind Autofahrer unter 24 Jahren. Jeder Fünfte der Getöteten gehört der Altersgruppe 18 bis 24 Jahren an – besonders in der Nacht, unter Alkoholeinfluss oder mit überhöhter Geschwindigkeit. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung beträgt jedoch nur rund 8 Prozent. Damit sind junge Fahrer mehr als doppelt so oft in tödliche Verkehrsunfälle verwickelt als es ihrem Bevölkerungsanteil entspricht“, sagte die CDU-Landtagsabgeordnete Judith Lannert, Mitglied des Verkehrsausschusses, anlässlich des Tages der Verkehrssicherheit morgen.

Im Rahmen des „Begleiteten Fahrens mit 17“ haben im Jahr 2007 in Hessen 18.518 Jugendliche eine Fahrerlaubnis der Klasse B erworben, im Jahr 2009 waren es bis einschließlich 30. September 2009 bereits 22.772.Dies sind 28 Prozent aller erteilten Führerscheine der Klasse B in Hessen (2007: 24,8 Prozent, 2008: 26,3 Prozent). „Diese deutliche Steigerung belegt das wachsende Interesse an diesem kooperativen Erwerb des Führerscheins“, so Lannert weiter. Nach ersten Angaben des Hessischen Verkehrsministeriums verstoßen Fahrer, die ihren Führerschein auf herkömmliche Weise erworben haben, zu 20 Prozent mehr gegen Verkehrsregeln, verursachen 30 Prozent häufiger Unfälle und werden doppelt so oft mit Alkohol oder Drogen am Steuer erwischt.

Im Rahmen des Modellprojektes „Begleitetes Fahren ab 17“ sollte das überdurchschnittlich hohe Unfallrisiko von Fahrern zwischen 18 und 24 vermindert werden. Jugendliche, die mindestens 16,5 Jahre alt sind, können die Fahrschule besuchen und mit 17 die Fahrprüfung ablegen. Sie erhalten dann eine Bescheinigung, mit der sie in Begleitung eines Erwachsenen im Inland ein Auto lenken dürfen. Mit 18 wird diese Bescheinigung in den regulären Führerschein umgetauscht. Das Modellprojekt soll ab 2011 bundesweit geltendes Recht werden. „Damit kann das überdurchschnittlich hohe Risiko der Altergruppe 18 bis 24 Jahre deutlich gesenkt werden – eine Tatsache, die auch für alle Eltern eine gute Nachricht ist“, so Lannert.