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Walter Arnold: „Anstrengungen der Wirtschaft sind ermutigendes Signal“

„Nachdem noch vor einigen Monaten einzelne sehr euphorische Stimmen aus der Wirtschaft zu vernehmen waren, ist mittlerweile eine sehr realistische Einschätzung hinsichtlich der Integrationsmöglichkeiten in den Arbeitsmarkt festzustellen. Das begrüße ich ausdrücklich, weil es den Blick auf das Notwendige und Mögliche schärft. Wir sehen gemeinsam mit der deutschen Wirtschaft, eine Reihe von Möglichkeiten, die zu uns kommenden Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Dies muss jedoch in einer gemeinsamen Anstrengung erfolgen, bei der in erster Linie die Unternehmen gefordert sind. Dass sie diese Herausforderung angenommen haben, wurde heute auf der gemeinsamen Pressekonferenz der Vereinigung hessischer Unternehmerverbände mit der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit deutlich. Das ist ein ermutigendes Signal für unsere Integrationsanstrengungen.“ Das sagte heute in Wiesbaden der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Dr. Walter Arnold, im Hinblick auf die gemeinsamen Pressekonferenz der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit sowie der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) zu ihre bisherigen Erfahrungen zum Start der Integration in Arbe it.

Arnold weiter: „Der vor einigen Tagen von der Initiative „Gemeinsam aktiv für die Integration von Flüchtlingen in die Arbeitswelt – Perspektiven für Menschen, Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Hessen“ im Rahmen des Asylkonventes der Landesregierung vorgestellte Maßnahmenkatalog erleichtert genau diesen Zugang zum Arbeitsmarkt und verbessert die Rahmenbedingungen für den Erwerb von Schlüsselqualifikationen, wie etwa der deutschen Sprache. Damit bietet er ein tragfähiges Grundgerüst für unsere Integrationsanstrengungen und unterstützt die Anstrengungen der Wirtschaft in diesem Bereich wirkungsvoll. Mit Informations- und Ergänzungsangeboten, Beratung und gegebenenfalls Sprachförderung zur beruflichen Integration vermeiden wir zugleich hohe soziale Folgekosten.“

Ein zentrales Element insbesondere für junge Flüchtlinge sei dabei eine erfolgreiche berufliche Erstausbildung: „Die Landesregierung hat vor diesem Hintergrund die Mittel für die berufliche Orientierung und Qualifizierung jugendlicher Flüchtlinge um drei Millionen Euro für die Jahre 2016 und 2017 aufgestockt. Im Rahmen des „Ausbildungs- und Qualifizierungsbudgets“ werden zusätzlich 10,5 Millionen Euro eingesetzt, damit Sprachförderung, Qualifizierung und Ausbildung von Flüchtlingen gefördert werden kann“, so Arnold. Unternehmen, die einen Ausbildungsvertrag mit einem jungen Erwachsenen unter 27 Jahre mit Sprachförderungsbedarf schließen, erhielten hierfür eine Ausbildungsplatzförderung, um einen Ausbildungsanreiz zu setzen. Für das Programm „Wirtschaft integriert“ habe das Hessische Wirtschaftsministerium für die Jahre 2016 und 2017 zusätzlich elf Millionen Euro eingestellt.

Teil des „Hessischen Aktionsplans zur Integration von Flüchtlingen und Bewahrung des gesellschaftlichen Zusammenhalts“ sei überdies die vor einigen Tagen verkündete Ausweitung des seit 2009 bestehenden Landesprogrammes „Qualifizierte Berufspädagogische Ausbildungsbegleitung in Berufsschule und Betrieb (QuABB)“ auf alle Kreise und kreisfreien Städte in Hessen: „Das Modell hat gezeigt“, sagte Arnold, „dass die qualifizierte Betreuung von Auszubildenden zum Erfolg führt: Über 70 Prozent der abbruchgefährdeten Verhältnisse konnten stabilisiert werden. Deshalb ist es folgerichtig, das Programm nun auszuweiten. Auch damit leisten wir einen Beitrag zur Fachkräftesicherung und verbessern die Ausbildungschancen von Jugendlichen.“

„Wir haben einen Plan, wie wir mit dieser schwierigen Situation umzugehen haben und wir werden uns um die Menschen kümmern, die in unserem Land Schutz suchen und eine Bleibeperspektive haben. Unser Ziel ist und bleibt es, diesen Menschen in Hessen eine neue Heimat zu geben, sie an unserem Alltag teilhaben zu lassen und gleichzeitig die Notwendigkeit und Bedürfnisse der alteingesessene Bevölkerung nicht aus dem Blickfeld geraten zu lassen. Das ist gelebte Integration und die beste Versicherung gegen die Entstehung von Parallelgesellschaften“, so Arnold. 

Themengebiet: Integration, Arbeitsmarkt