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Michael Boddenberg: „Maßnahmenkatalog des Asylkonventes tragfähiges Grundgerüst

„Die Integration der Menschen, die aus den unterschiedlichen Regionen und Kulturen der Welt zu uns kommen, ist ein wichtiger Baustein für die Zukunftsfähigkeit Hessens. Die Chancen für ihr Gelingen steigen, wenn wir jetzt langfristig die richtigen Weichen stellen, insbesondere in der Arbeitsmarktpolitik. Sie ist der Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe und individuelle Zukunftsperspektiven. Der heute vorgestellte Maßnahmenkatalog der Initiative „Gemeinsam aktiv für die Integration von Flüchtlingen in die Arbeitswelt – Perspektiven für Menschen, Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Hessen“ erleichtert den Zugang zum Arbeitsmarkt und verbessert die Rahmenbedingungen für den Erwerb von Schlüsselqualifikationen, wie z. B. der deutschen Sprache. Damit bietet er ein tragfähiges Grundgerüst für unsere Integrationsanstrengungen. Mit Informations- und Ergänzungsangeboten, Beratung und gegebenenfalls Sprachförderung zur beruflichen Integration vermeiden wir zugleich hohe soziale Folgekosten.“ Mit diesen Worten begrüßte der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Michael Boddenberg, das im Rahmen des Asylkonventes von Vertreter der Wirtschaft, Gewerkschaften, Kommunale Spitzenverbände, die Liga der Freien Wohlfahrtspflege, die Volkshochschulen und drei Landesministerien erarbeitete Konzept in der Fachgruppe „Arbeitsmarkt“ erarbeitete Integrationskonzept.

Ein zentrales Element insbesondere für junge Flüchtlinge sei dabei eine erfolgreiche berufliche Erstausbildung: „Die Landesregierung hat vor diesem Hintergrund die Mittel für die berufliche Orientierung und Qualifizierung jugendlicher Flüchtlinge um drei Millionen Euro für die Jahre 2016 und 2017 aufgestockt. Im Rahmen des „Ausbildungs- und Qualifizierungsbudgets“ werden zusätzlich 10,5 Millionen Euro eingesetzt, damit Sprachförderung, Qualifizierung und Ausbildung von Flüchtlingen gefördert werden kann.“ Unternehmen, die einen Ausbildungsvertrag mit einem jungen Erwachsenen unter 27 Jahre mit Sprachförderungsbedarf schließen, erhielten hierfür eine Ausbildungsplatzförderung, um einen Ausbildungsanreiz zu setzen. Für das Programm „Wirtschaft integriert“ habe das Hessische Wirtschaftsministerium für die Jahre 2016 und 2017 zusätzliche Haushaltsmittel von elf Millionen Euro eingestellt.

Boddenberg: „Nachdem noch vor einigen Monaten einzelne sehr euphorische Stimmen aus der Wirtschaft zu vernehmen waren, ist mittlerweile eine sehr realistische Einschätzung hinsichtlich der Integrationsmöglichkeiten in den Arbeitsmarkt festzustellen. Dennoch sehen wir, gemeinsam mit der deutschen Wirtschaft, auch eine Reihe von Möglichkeiten, die zu uns kommenden Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Dies muss jedoch in einer gemeinsamen Anstrengung erfolgen, bei der in erster Linie die Unternehmen gefordert sind.“

Teil des „Hessischen Aktionsplans zur Integration von Flüchtlingen und Bewahrung des gesellschaftlichen Zusammenhalts“ sei überdies die heute verkündete Ausweitung des seit 2009 bestehenden Landesprogrammes „Qualifizierte Berufspädagogische Ausbildungsbegleitung in Berufsschule und Betrieb (QuABB)“: „Das Modell hat gezeigt, dass die qualifizierte Betreuung von Auszubildenden zum Erfolg führt: Über 70 Prozent der abbruchgefährdeten Verhältnisse konnten stabilisiert werden. Deshalb ist es folgerichtig, das Programm nun auf alle Kreise und kreisfreien Städte in Hessen auszuweiten. Auch damit leisten wir einen Beitrag zur Fachkräftesicherung und verbessern die Ausbildungschancen von Jugendlichen.“

„Wir haben einen Plan, wie wir mit dieser schwierigen Situation umzugehen haben und wir werden uns um die Menschen kümmern, die in unserem Land Schutz suchen und eine Bleibeperspektive haben. Unser Ziel ist und bleibt es, diesen Menschen in Hessen eine neue Heimat zu geben, sie an unserem Alltag teilhaben zu lassen und gleichzeitig die Notwendigkeit und Bedürfnisse der hiesigen Bevölkerung nicht aus dem Blickfeld geraten zu lassen. Das ist gelebte Integration und die beste Versicherung gegen die Entstehung von Parallelgesellschaften“, so Boddenberg abschließend. 

Themengebiet: Arbeitsmarkt, Flüchtlinge