Herzlich Willkommen
bei der CDU Hessen
Im Interview
Roland Koch: "CDU muss bis zum Äußersten kämpfen"

Koch betonte, der sachliche Wahlkampf der CDU passe zu Bundeskanzlerin Angela Merkel, und er passe gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise. "Aber wir brauchen auch das Engagement, miteinander jeden einzelnen Wähler zu überzeugen." Er forderte die eigene Partei auf, dafür zu sorgen, dass "eine selbstbewusste FDP mit einer starken CDU zusammenkommt". Die Union müsse ihren Wählern klar sagen, dass es in diesem Jahr nicht notwendig sei, Leihstimmen an die FDP zu geben, so Hessens Ministerpräsident. "Für alle, die bürgerlich wählen wollen, sind Erst- und Zweitstimme am besten bei der CDU aufgehoben." Er gehe optimistisch, aber auch angespannt in diesen Wahltag, bekannte Koch. "Es wird ein extrem knappes Ergebnis. Am Ende wird es auf Nuancen ankommen." Einer Allensbach-Umfrage zufolge, die gestern von der "Frankfurter Allgemeinen" veröffentlicht wurde, ist die Union um einen Punkt auf 35 Prozent zurückgefallen. Zusammen mit der FDP erreicht sie 48,5 Prozent - zwei Punkte mehr als SPD, Grüne und Linkspartei. Wahlforscher erwarten allerdings zahlreiche Überhangmandate für die Union.   Von Jochen Gaugele

Fünf Tage vor der Bundestagswahl hat der stellvertretende CDU-Vorsitzende Roland Koch seine Partei dazu aufgerufen, im Wahlkampf mehr Einsatz zu zeigen. "Niemand sollte glauben, dass wir die Bundestagswahl von der Zuschauertribüne aus gewinnen. Das gilt für die CDU-Führung wie für jeden einzelnen CDU-Anhänger", sagte Koch im Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt. "Die letzten Tage vor der Wahl müssen davon gekennzeichnet sein, dass jeder in der Union bis zum Äußersten kämpft. Der Erfolg stellt sich nicht von selbst ein."