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bei der CDU Hessen
„Was uns leitetet – Eckpfeiler einer bürgerlichen Kultur“
Impulse geben, für zukunftsgerichtete Gestaltung von Staat und Gesellschaft

Auf einer Pressekonferenz stellte Wagner eine Veranstaltungsreihe vor, mit der die CDU-Fraktion im Hessischen Landtag diese Eckpfeiler bürgerlicher Kultur wieder öffentlich bewusst machen wolle. „Es ist uns gelungen, führende Persönlichkeiten aus Politik und Wissenschaft dafür zu gewinnen, ein Gesamtbild dessen zu entwerfen, was unsere Gesellschaft dauerhaft zusammenhält“, führte der CDU-Fraktionschef aus. Die Referenten zeichneten sich durch ihr hohes Renommee und ihre Unabhängigkeit vom parteipolitischen Tagesgeschäft aus. „Wir versprechen uns von den Vorträgen wichtige Impulse nicht nur für unsere eigene politische Arbeit, sondern darüber hinaus auch für eine zukunftsgerichtete Gestaltung von Staat und Gesellschaft in unserem Land."  Lesen Sie hier den Flyer als PDF>>     Zu den Veranstaltungen im Einzelnen: Die Auftaktveranstaltung werde sich mit dem Thema „Patriotismus" befassen. Der Historiker und Publizist Prof. Dr. Arnulf Baring werde mit seinem Vortrag „Es lebe die Republik - Es lebe Deutschland“ das mitunter schwierige Verhältnis der Deutschen zu ihrer Nation beleuchten. Die Fußballweltmeisterschaft in unserem Land habe den Umgang mit nationalen Symbolen wieder selbstverständlicher gemacht, führte Wagner aus. Deutschland habe nach Jahren der ängstlichen Zurückhaltung nun einen normalen Patriotismus wiedergewonnen. „Unser Staat braucht Patrioten“, betonte der CDU-Fraktionsvorsitzende. „Nur der, dem seine Heimat am Herzen liegt, zeigt auch Engagement für die Gemeinschaft. Die Liebe zu seinem Land ist keine überholte Tradition, sondern einer der Eckpfeiler eines intakten Gemeinwesens.“ Lesen Sie hier die Einladung als PDF >>   Der stellvertretende Vorsitzende des Nationalen Ethikrates, der Freiburger Moraltheologe Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff, werde unter der Überschrift „Der Mensch ist unantastbar“ Stellung beziehen zu aktuellen Fragen der Bioethik. „Der Schutz des menschlichen Lebens von seinem Beginn bis zu seinem Ende ist immer schon ein zentrales Anliegen christlichdemokratischer Politik gewesen“, erläuterte Wagner. Die Union tue gut daran, zu bioethischen Problemen wie dem Sterben in Würde oder der Forschung an embryonalen Stammzellen klar Stellung zu beziehen. Zur Diskussion um die Leitkultur werde der Präsident des Deutschen Bundestages, Dr. Norbert Lammert, in seinem Vortrag „Verfassungspatriotismus statt Leitkultur? Alte Auseinandersetzungen und neue Einsichten“ Akzente setzen. „Die Debatte um Integration und Einbürgerung von Zuwanderern hat gezeigt, dass das gesellschaftliche Leitbild in Deutschland stärker hervorgehoben werden muss“, führte Wagner aus. Bloße Verfassungstreue reiche dabei nicht aus. „Wer auf Dauer bei uns leben möchte, muss bereit sein, sich unserer abendländischen Kultur anzupassen.“ Der Frage „Wie christlich ist das Abendland?“ wird sich der Präsident des Zentralkomitees der Katholiken, Prof. Dr. Hans Joachim Meyer, widmen. Die Auseinandersetzungen um die Präsenz christlicher Symbole in öffentlichen Gebäuden und um das Kopftuchverbot für muslimische Lehrerinnen hätten die Frage nach der christlich-abendländischen Identität unseres Landes aufgeworfen, erläuterte der CDU-Fraktionsvorsitzende. „Für uns als Christdemokraten steht außer Zweifel: Staat und Gesellschaft in Deutschland sind vom Christentum geprägt. Seine Bedeutung muß auch in der Öffentlichkeit angemessene Berücksichtigung finden.“ Über „Ehe und Familie als Grundlage unserer Gesellschaft“ werde Bundesverfassungsrichter a. D. Prof. Dr. Paul Kirchhof referieren. „Soziale Bindungsfähigkeit und gegenseitige Rücksichtnahme werden in Familien eingeübt. Ehe und Familie sind damit die Keimzelle einer gelingenden Bürgergesellschaft“, betonte Wagner. Ihre rechtliche Hervorhebung gegenüber anderen Formen des Zusammenlebens sei kein rückständiges Beharren auf überlebten Traditionen, sondern unveräußerlicher Kernbestand christlich-abendländischer Kultur. Alt-Bundespräsident Prof. Dr. Roman Herzog werde mit seinem Vortrag „Freiheit oder Gleichheit? Das Koordinatensystem einer modernen Gesellschaft“ zu den Kernbegriffen der aktuellen Reformdebatten Stellung beziehen. Das Leitbild christlichdemokratischer Politik sei immer die aktive Bürgergesellschaft gewesen. „Der Schlüsselbegriff einer solchen Bürgergesellschaft ist die Verantwortung“, betonte Wagner. „Wir müssen die Menschen ernst nehmen in ihren Fähigkeiten und Kräften, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Die Kanzlerin hat uns deshalb in ihrer ersten Regierungserklärung zu recht zugerufen: Mehr Freiheit wagen!“ Zur aktuellen Diskussion um die programmatische Ausrichtung der CDU stellte Wagner klar: „Die Programmatik und das politische Handeln der Union orientieren sich an der Freiheit des Menschen. Die CDU darf sich von Meinungsumfragen nicht irre machen lassen. Es führt kein Weg zurück zum allzuständigen Vollversorgungsstaat, der die Bürger entmündigt.“ Der Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung, Ministerpräsident a. D. Prof. Dr. Bernhard Vogel werde in der Abschlussveranstaltung unter der Überschrift „Was uns leitet - Zum geistigen Profil christlicher Demokratie“ gleichsam Bilanz ziehen. Die Veranstaltungen seien öffentlich. Neben der interessierten Öffentlichkeit wolle die CDU-Fraktion mit den einzelnen Vorträgen gezielt Meinungsführer aus Wirtschaft, Wissenschaft, Juristerei, Medien und Politik ansprechen. „Wir wollen in einen intensiven Dialog eintreten über die grundsätzliche Ausrichtung unserer Gesellschaft. Gerade in einer Welt, in der die Verunsicherung wächst und Bindungen abnehmen, erleben wir eine Rückbesinnung auf jene Werte und Institutionen, die dem Menschen Halt geben. Orientierung tut Not. Wir wollen unseren Beitrag hierzu leisten“, stellte Wagner abschließend fest.

Dr. Christean Wagner „Klares Profil der CDU als christlich-bürgerliche Partei ist unerlässlich“ Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Dr. Christean Wagner, hat eine deutliche Herausstreichung des Profils der CDU als christlich-bürgerliche Partei angemahnt. Besonders in Zeiten der Großen Koalition sei es notwendig klarzustellen, worin sich die Union von ihren politischen Mitbewerbern unterscheide. „Wir müssen als Christdemokraten zeigen, was uns leitet und was unsere Gesellschaft leiten sollte.“ Es gebe Eckpfeiler einer bürgerlichen Kultur, auf die Staat und Gesellschaft gebaut seien. Dazu gehörten die christlich-abendländische Kulturtradition, die Liebe zum eigenen Land, die Unantastbarkeit der Menschenwürde sowie Ehe und Familie als Grundlage der Gesellschaft.