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Merkel ist Kanzlerkandidatin der Union - "Ich will Deutschland dienen"

Angela Merkel verwies anschließend auf die erschreckende Bilanz von sieben Jahren Rot-Grün. "Über allem steht die bedrückende Zahl von fünf Millionen Arbeitslosen. Deshalb brauchen wir keine Agenda 2010 mehr, so richtig Schritte von ihr waren. Wir brauchen eine Agenda für Arbeit", rief die Spitzenkandidatin in den Jubel der Mitarbeiter aus Partei und Fraktion. Dazu müsse sich das Land wieder auf den Grundgedanken der Sozialen Marktwirtschaft besinnen: "Arbeit braucht Wachstum und Wachstum braucht Freiheit". Nur wenn wieder allgemein anerkannt sei, dass "Freiheit und Wettbewerb Hebel für die Lebenschancen von Menschen sind", gelinge es auch, "wieder mehr Solidarität und mehr Gerechtigkeit in unserem Land" durchzusetzen. Die Partei- und Fraktionsvorsitzende erklärte, dass sich unsere Werte Demokratie und Soziale Marktwirtschaft in der Globalisierung "behaupten und bewähren" müssten. Klar sei, dass Deutschland im Wettbewerb um die niedrigsten Löhne in Europa nicht mithalten könne. "Wir wollen das auch nicht", bekräftigte Merkel. Um dennoch im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, "müssen wir schneller, flexibler und besser sein". Außerdem "müssen wir Dinge können, die andere nicht können". Um hierzu die Rahmenbedingungen zu verbessern, werde die Union der Schaffung von Arbeitsplätzen in Zukunftstechnologien ebenso Vorrang einräumen wie dem Abbau von Einstellungshindernissen. In diesem Zusammenhang kündigte Merkel eine stärkere Abkopplung der Sozialbeiträge von den Löhnen, eine grundlegende Reform der  Pflegeversicherung und eine Große Steuerreform an. Auf der Grundlage dieses "Rasters" werde die Union am 11. Juli ein gemeinsames Wahlprogramm von CDU und CSU beraten und beschließen. Am 28. August folge die Eröffnung der heißen Wahlkampfphase in der Dortmunder Westfalenhalle.  

Die Partei- und Fraktionsvorsitzende Angela Merkel ist offiziell die Kanzlerkandidatin der Union bei der vorgezogenen Bundestagswahl im Herbst. Der CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber gab die Nominierung Merkels am Montag in Berlin nach einer gemeinsamen Präsidiumssitzung von CDU und CSU bekannt. Die Entscheidung sei "einstimmig und einmütig" gefallen, erklärte Stoiber unter tosendem Beifall im Konrad-Adenauer-Haus und betonte: "Angela Merkel hat das volle Vertrauen und die volle Unterstützung von CDU und CSU". Die Vorsitzende der größeren Schwesterpartei trete mit "großartigen" Wahlerfolgen als Kanzlerkandidatin an.