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Kirchliche Kindergärten:
EAK will Gebührenvorteil für KirchenmitgliederEAK-Landesvorsitzender schlägt gestaffelte Kindergartengebühren vor

„So finanzieren die Kirchenmitglieder den Ausgetretenen die Kinderbetreuung". Das müsse dringend anders werden, auch damit deutlich werde, dass kirchliche Kindergärten kein von den Kunden getragenes kostendeckendes Angebot, sondern ein aus christlicher Verantwortung von allen Gemeindemitgliedern getragenes Engagement  für die Mitmenschen seien. Ein weiteres Thema des Gespräches war die Aktivität der Landeskirche im Bildungsbereich: Kirchenpräsident Steinacker hatte dem EAK-Landesvorstand vom großen Erfolg der Schulen in kirchlicher Trägerschaft berichtet und betont, wie wichtig es sei, dass die Kirche ihre Verantwortung im Bildungsbereich wahrnehme. Dies gelte auch für die Ganztagsangebote, bei denen schon heute zahlreiche Gemeinden aktiv eingebunden seien. Wintermeyer würdigte die hohe Qualität der Schulen in kirchlicher Trägerschaft und machte deutlich, dass er sich eine noch stärkere Aktivität der Kirchen in der Bildung wünsche. „Gerade in unserer Zeit wird Wertevermittlung immer wichtiger - und wo könne das besser geschehen als in Schulen in kirchlicher Trägerschaft?“ meint der Landesvorsitzende. Für denkbar halte er, dass langfristig gerade auch in bevölkerungsschwächeren Regionen öffentliche Schulen in kirchliche Trägerschaft übergingen und kündigte an, dass der EAK dieses Thema verstärkt auf die bildungspolitische Agenda setzen wolle. Zugleich appellierte der EAK an die Kirchenleitung, verstärkt Pfarrer im Religionsunterricht zur Verfügung zu stellen, um die Unterrichtsabdeckung dieses so wichtigen Faches zu gewährleisten. „Die Kirche steht in der Verantwortung dafür zu sorgen, dass das Fach Religion nicht zum Randfach wird, das regelmäßig ausfällt“, so der EAK-Landeschef. Steinacker wies darauf hin, dass die Kirche sich aktiv mit diesem Problem auseinandersetze, machte aber auch deutlich, dass es oft kaum zu vermeidende, zum Teil auch von den Schulen zu verantwortende organisatorische und terminliche Schwierigkeiten seien, die den Unterrichtseinsatz von Pfarrern erschwerten. Thema des Gespräches war auch die zu erwartende Entwicklung der Kirchensteuereinnahmen. Der Kirchenpräsident unterstrich, dass allein durch die Entwicklung der Steuereinnahmen die Kirche schwerwiegende finanzielle Einbußen hinnehmen müsse und forderte die Politik auf, bei künftigen Steuerreformen zu bedenken, dass bei einer weiteren Absenkung der direkten Steuern die Kirche große Finanzierungsprobleme bekomme. „Die CDU wird dieses Problem nicht aus den Augen verlieren“, sicherte Wintermeyer zu und regt an, auch über neue Modelle der Kirchensteuer nachzudenken.

Der Landesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CDU Hessen, Axel Wintermeyer, MdL, hat sich nach einem Gespräch des EAK-Landesvorstandes mit dem Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau, Professor Dr. Peter Steinacker, dafür ausgesprochen, bei Kindergärten in kirchlicher Trägerschaft höhere Nutzungsgebühren für Menschen zu erheben, die nicht der Kirche angehören. „Es ist völlig unverständlich, warum Menschen, die ihre Kirchensteuer sparen wollen, für einen kirchlichen Kindergartenplatz genauso viel zahlen wie Christen, die schon mit ihrer Kirchensteuer zum Erhalt kirchlicher Einrichtungen und Angebote beitragen“, erklärte Wintermeyer am Freitag.