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Milchpolitik

Kurt Wiegel: "Alle Initiativen zur Verbesserung der Vermarktungsposition der Milcherzeuger sind zu befürworten - keine falschen Hoffnungen wecken"

"Grundsätzlich sind alle Initiativen zu begrüßen, die die Vermarktungsposition der Milcherzeuger verbessern", sagte der agrarpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Kurt Wiegel, in der heutigen Landtagsdebatte über das Thema Milch. Durch eine Bündelung des Milchangebotes besitze die bundesweite Milcherzeugergemeinschaft "Milch Board" eine derartige Eigenschaft. "Ein Beitritt zu dieser Milcherzeugergemeinschaft erfolgt aber auf freiwilliger Grundlage", so Wiegel. Konsequenterweise müsse dann auch den landeseigenen Milchviehbetrieben soviel unternehmerischer Spielraum zugestanden werden, dass diese frei darüber entscheiden könnten, ob sie dort beitreten oder nicht.

Wenn sich die landeseigenen Milchbetriebe davon einen unternehmerischen Vorteil versprechen, dann werden sie nicht daran gehindert. "Schließlich komme man auch kaum auf die Idee, diesen Betrieben einen Beitritt zum Verband der Milchviehhalter oder dem Bauernverband vorschreiben zu wollen", verdeutlichte der CDU-Politiker.

Allerdings müsse man sich aber auch über die Grenzen des "Milch Boards" im Klaren sein. "Ob sich dieses Instrument insgesamt für eine Mengensteuerung auf dem Milchmarkt eignet, ist eher zweifelhaft. Hier dürfen keine falschen Hoffnungen geweckt werden", fuhr Wiegel fort.

Abschließend erinnerte der Agrarexperte daran, dass Landwirtschaftsministerin Silke Lautenschläger bereits im letzten August Vorschläge zur Verbesserung der Situation am Milchmarkt unterbreitet hatte. Diese seien sowohl vom Bauernverband, wie auch aus den Reihen des Verbands der Milchviehhalter begrüßt worden. "Trotz der durchgängigen Unterstützung des landwirtschaftlichen Berufsstandes in Hessen fehlten jedoch die erforderlichen Mehrheiten auf Bundesebene", so der Wiegel.

Themengebiet: Ernährung, Landwirtschaft